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Erneut Bomben in Dippoldiswalder Heide gefunden - Entschärfung läuft heute

Erneut Bomben in Dippoldiswalder Heide gefunden - Entschärfung läuft heute

In der Dippoldiswalder Heide sind zum dritten Mal Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, handelt es sich um drei Sprengkörper, die bei der gezielten Suche nach Weltkriegsmunition durch eine Fachfirma gefunden wurden.

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In der Dippoldiswalder Heide müssen erneut Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft werden. / Archivbild

Quelle: Stephan Lohse

Unklar ist, zu welchem Flieger sie gehören, sagte Polizeisprecher Marko Laske auf DNN-Anfrage. Die Bomben sollen am Freitag zwischen 9 und 14 Uhr entschärft werden.

Die Entschärfung im November 2013:

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Zuvor hatte die Polizei bereits jede Menge Munition gefunden - dabei wurden auch die Bomben entdeckt.

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Die Bundesstraße nach Dippoldiswalde muss dieses Mal nicht gesperrt werden. Allerdings können eine Staatsstraße und eine Kreisstraße in der Dippoldiswalder Heide vorübergehend nicht befahren werden. Die Bomben entschärft heute Thomas Lange, der Chefentschärfer des Kampfmittelbeseitigungsdienstes der sächsischen Polizei. Sie liegen rund 80 Zentimeter tief, so Lange und wurden bereits in Augenschein genommen. Lange sagte: „Wir werden alle drei vor Ort entschärfen. Eine Sprengung wie im März scheint nicht notwendig." Das bedeutet, die Zünder lassen sich voraussichtlich gut aus den Bomben entfernen. Dafür wird heute ein Gebiet gesperrt, das sich größtenteils in der Dippoldiswalder Heide selbst befindet. Es reicht im Norden bis an Karsdorf heran, dort müssen vorübergehend einige Häuser geräumt und die Forstschule an der Heidestraße geschlossen werden. Die Polizei geht davon aus, dass die Sperrungen und Evakuierungen etwa 50 Menschen betreffen, ihnen bietet die Stadt Rabenau vorübergehend ein Ausweichquartier an. Die Staatsstraße zwischen Karsdorf und der B170 am Hafterteich sowie die Kreisstraße, die von Dipps kommend durch das Waldgebiet nach Karsdorf führt, werden während der Entschärfungsarbeiten gesperrt. Der Wald selbst ist gesperrt, die Stadtverwaltung in Rabenau hat das per Polizeiverfügung festgelegt. Zusätzliche Polizisten sind am Freitag ab 7 Uhr im Einsatz, um die Sperrungen zu überwachen. Der Busverkehr wird umgeleitet, die Haltestellen Heidemühle und Campingplatz in Karsdorf können nicht gesperrt werden.

Bisher wurden in der Dippoldiswalder Heide 14 Fliegerbomben gefunden. Sie werden B17-Bombern der Amerikaner zugeordnet, die dort am 17. April 1945 abgestürzt sind. Die Flugzeuge waren mit 14 Bomben bestückt. Das heißt, bisher wurde noch nicht die komplette Bombenlast der Flieger gefunden. Seit dem Großfund im Herbst vergangenen Jahres, bei dem insgesamt elf Bomben entdeckt wurden, wird das Waldgebiet kontinuierlich abgesucht. Dabei entdeckten die Spezialisten im März drei weitere Bomben. Eine davon musste damals am Fundort gesprengt werden. Auch nach dem jüngsten Fund geht die Polizei davon aus, dass dort noch weitere Sprengkörper in der Erde liegen. „Es ist dort sehr viel Munition gefunden worden", berichtete Marko Laske. In der Dippoldiswalder Heide habe zu Kriegsende eine Wehrmachtseinheit gelagert, begründet er diese Funde. Diese Munition sei bereits entsorgt worden. „Es wird sicherlich noch mehr dort zu finden sein", ist er überzeugt, die kontinuierliche Bombensuche werden jedenfalls noch fortgesetzt.

cs

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