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Ermittlungen im Fall des ermordeten Asylbewerbers in Dresden dauern an: Hakenkreuzschmiereien angezeigt

Ermittlungen im Fall des ermordeten Asylbewerbers in Dresden dauern an: Hakenkreuzschmiereien angezeigt

Im Fall des ermordeten Asylbewerbers Khaled Idris Bahray gibt es noch keine neuen Erkenntnisse. Lorenz Haase, Sprecher der Dresdner Staatsanwaltschaft konnte am Freitagnachmittag auf Anfrage von DNN-Online nur die laufenden Ermittlungen bestätigen.

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Am Fundort der Leiche von Khaled I. wurden zahlreiche Blumen und Kerzen abgelegt.

Quelle: dpa

„Derzeit dauern die Ermittlungen im Umfeld des Tatortes an. Unsere Kollegen befragen die Anwohner und sichten weiter die Spuren“, so Haase.

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Mit einer Mahnwache und einer anschließenden Demo zum Neujahrsempfang des Ministerpräsienten gedachten am Mittwoch rund 200 Dresdner und Flüchtlinge dem ermordeten Khaled Idris Bahray.

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Wann die 25 Mitarbeiter der Mordkommission zu neuen Erkenntnissen kommen werden, ließe sich nicht vorhersagen. „Das kann nächsten Montag oder in drei Jahren sein“, sagte der Sprecher. Sicher feststehe bisher nur, dass der junge Mann aus Eritrea an den Folgen der Messerstiche gestorben ist, so Haase.

Die Hakenkreuz-Schmiererein auf den Gängen des Wohnhauses, seien wahrscheinlich vor Montagabend angebracht worden. Dazu liege auch eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft vor, bestätigt Lorenz Haase. Der 20-jährige Asylbewerber Khaled Idris Bahray war am Dienstagmorgen in Leubnitz-Neuostra tot aufgefunden, nachdem er von einem Einkauf nicht mehr zurückgekehrt war.

Noch nicht restlos geklärt ist laut Haase zudem, ob der Fundort der Leiche auch der Tatort ist. Khaled lebte zuletzt im Sudan, wohin er als Vierjähriger mit seiner Mutter nach dem Tod des Vaters geflüchtet war, erzählte eine Mitarbeiterin der Opferberatung RAA Sachsen. Der junge Schwarze lebte seit etwa vier Monaten als Asylbewerber in Dresden und lernte auch Deutsch.

In der Elbestadt soll der Muslim auch beerdigt werden. „Wir helfen zwei im Westen lebenden Verwandten, darunter einem Onkel, bei den Vorbereitungen.“ Noch ist die Leiche aber nicht freigegeben. Der 20-Jährige hatte mit sieben weiteren Flüchtlingen in einer Vierzimmerwohnung gewohnt.

DNN/dpa

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