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Entwarnung nach Chemieunfall an der TU Dresden - LKA untersucht betroffenes Labor

Entwarnung nach Chemieunfall an der TU Dresden - LKA untersucht betroffenes Labor

Nach dem Chemiealarm am Donnerstagabend im Institutsgebäude für Chemie der TU Dresden hat die Feuerwehr inzwischen Entwarnung gegeben. Alle Messungen seien negativ gewesen, sagte ein Sprecher am späten Abend.

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Das betroffene Labor war am Freitag abgesperrt und versiegelt

Quelle: Stephan Lohse

Dazu wurden auch Spezialisten der Werkfeuerwehr von Infineon hinzugezogen. Am Freitag durchsuchten die Tatortgruppe und Chemiker des kriminaltechnischen Institutes des Landeskriminalamtes das Labor, bestätigte das LKA auf Anfrage von DNN-Online. Wann mit einem Ergebnis zu rechnen sei, steht noch nicht fest.

Nach Angaben der Polizei ließ sich bislang nicht feststellen, ob bei den Experimenten der Studenten überhaupt giftiges Gas ausgetreten war. Am Freitagmorgen war das Gebäude an der Bergstraße wieder frei zugänglich. Einzig das betroffene Labor für Anorganische Chemie im Südflügel des zweiten Stocks ist gesperrt und wird von Beamten der Dresdner Polizei überwacht. Erst wenn LKA-Spurensicherung fertig ist, dürfen die Studenten ihre dringenden persönlichen Gegenstände aus dem Labor holen.

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Bergstraße und Fritz-Förster-Platz waren stundenlang gesperrt.

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Am Donnerstag gegen 17 Uhr hatte ein 20 Jahre alter Student bei im ersten Semester Experimenten im Rahmen des Praktikums anorganik aus bislang medizinisch noch nicht eindeutig bestimmten Gründen über Übelkeit geklagt. Zudem wurde ein verdächtiger Geruch bemerkt. daraufhin hatte die Feuerwehr am Großalarm ausgerufen und das gesamte betroffene Gebäude geräumt.

Es sei nicht auszuschließen gewesen, dass bei einer chemischen Reaktion hochgiftige Gase entstanden sein könnten, teilte die Polizei mit. 102 Menschen - zum größten Teil Studenten, aber auch fünf Mitarbeiter der Feuerwehr und zwei des Maltester Hilfsdienstes - wurden in Krankenhäuser gebracht. Im benachbarten Hörsaalgebäude wurde ein Behandlungsplatz eingerichtet und die Betroffenen rettungsdienstlich versorgt. Ernsthaft verletzt wurde jedoch niemand. Weitere 50 Personen, die keinen Kontakt hatten wurden belehrt, bei Beschwerden sich in medizinische Behandlung zu begeben. Polizeisprecher Marko Laske erklärte am Freitag, allen in Krankenhäuser eingelieferten Personen gehe es gut. Laut TU-Sprecherin Kim-Astrid Magister sei auch der der 20-Jährige, der den Einsatz mit seinem Unwohlsein ausgelöst habe, inzwischen symptomfrei. Ein Straftatsverdacht liege nicht vor, so Laske. "Wir gehen nicht davon aus, dass jemand den Gasunfal nur vorgetäuscht hat."

TU-Sprecherin Magister sagte, die Studenten seien an ihren Arbeitsplätzen mit verschiedenen Grundlagen-Experimenten und unterschiedlichen Stoffen beschäftigt gewesen, als der Alarm ausgelöst wurde. Bei welchem Experiment etwas passiert sei und um welche Chemikalien es gehe, müsse noch untersucht werden. Die Feuerwehr hält es nach eigenen Angaben für wahrscheinlich, dass zwischenzeitlich Gas in geringer Konzentration ausgetreten ist, das sich dann schnell wieder verflüchtigt hat und am Ende nicht mehr nachweisbar war.

Stephan Lohse / dpa

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