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Einbrecher rasen durch Glastür des Dresdner Elbeparks - Berliner Einsatzkommando stellt mögliche Serientäter

Einbrecher rasen durch Glastür des Dresdner Elbeparks - Berliner Einsatzkommando stellt mögliche Serientäter

Spektakulärer Einbruchsversuch im Dresdner Elbepark: Auf brachiale Weise wollten vier Täter in der Nacht zu Mittwoch in den Media-Markt eindringen - mit einem Auto.

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Der Eingang, durch den die Täter in den Elbepark gefahren waren, musste am Mittwoch repariert werden.

Quelle: Dietrich Flechtner

Wie Polizeisprecher Thomas Geithner auf Anfrage von DNN-Online erklärte, durchbrachen die Täter gegen 2.30 Uhr mit einem roten Van zunächst eine Glastür, um in die überdachte Fußgängerzone zu gelangen.

Von dort setzen sie ihre Fahrt fort und rammten die Glasfassade des Media-Marktes. An dem dahinter gelegenen Gitter allerdings war Schluss für die Einbrecher, die von der Polizei festgenommen wurden.

Die Festnahme der Bande verlief genauso spektakulär wie ihr Blitzeinbruch mit einem Auto in den Apple-Laden am Berliner Kurfürstendamm. Spezialeinsatzkommandos (SEK) der Berliner und der sächsischen Polizei fassten in der Nacht zu Mittwoch sieben Männer bei ihrem neuesten Coup in Dresden. Vier Männer nahmen die Beamten in einem Einkaufscenter im Stadtteil Mickten fest, wie Staatsanwaltschaft und Polizei mitteilten.

 Drei Komplizen konnten zunächst entkommen, nachdem sie auf dem Parkplatz des Centers mit ihrem Wagen ein Polizeiauto gerammt und sich so den Fluchtweg freigemacht hatten. SEK-Beamte aus Berlin stellten das Trio aber später in Cottbus.„Ich gratuliere der Berliner Polizei und Staatsanwaltschaft zu diesem großartigen Fahndungserfolg“, sagte Innensenator Frank Henkel (CDU). Alle sieben Beschuldigten im Alter zwischen 20 und 26 Jahren sollen dem Haftrichter vorgeführt werden.

Ein schon vorliegender Haftbefehl wegen eines Büroeinbruchs im Dezember in Berlin sollte noch am Mittwoch verkündet werden, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Martin Steltner. Die anderen Haftbefehle würden am Donnerstag folgen.Nach einem Bericht der „Berliner Zeitung“ hatte die Polizei die Bande schon seit Wochen observiert. Die Ermittler halten die Männer für überführt, kurz vor Weihnachten mit einem Auto in das Apple-Geschäft am Kurfürstendamm gerast und Smartphones, Laptops, Tablet-Computer und andere Geräte gestohlen zu haben.Laut Steltner wird jetzt geprüft, ob die sehr ähnlichen Blitzeinbrüche im Dezember in das Einkaufszentrum Alexa in Berlin-Mitte sowie in einen Elektronikmarkt in Berlin-Zehlendorf ebenfalls auf das Konto der Bande gehen. Insgesamt gab es sieben derartige Einbrüche im vergangenen Jahr in Berlin.

 Das Landeskriminalamt ging wegen gleicher Täterprofile von einer Bande aus. Das hätten auch die Videoaufnahmen von Überwachungskameras gezeigt, sagte ein Fahnder.In Dresden-Mickten hatten die Einbrecher gegen 2.20 Uhr mit einem Pkw die Glastür zu einem Einkaufszentrum in der Peschelstraße durchbrochen. Sie fuhren weiter bis zur Tür eine Elektrofachmarktes und versuchten, das Sicherheitsrollo zu durchbrechen. Doch SEK-Beamte durchkreuzten alle Diebstahlspläne.Als drei Täter die Polizeisperre auf dem Center-Parkplatz durchbrachen, erlitt ein Beamter nach Behördenangaben leichte Verletzungen. Die Flüchtenden fuhren dann über die Autobahn A13 nach Cottbus, wo sie ihr Auto in einem Wohngebiet abstellten und zu Fuß entkommen wollten.

Doch sie gingen den Fahndern schon bald ins Netz. Sechs der sieben Festgenommenen sollen im gleichen Wohnbezirk in Berlin-Reinickendorf gemeldet sein, einer kommt aus Spandau.Bei dem Einbruch in das Alexa-Einkaufszentrum waren Handys im Wert von etwa 100 000 Euro erbeutet worden. Die Täter waren durch eine gläserne Eingangstür gefahren und hatten anschließend das Rolltor eines Elektrogeschäftes durchbrochen. Am Tag vor Heiligabend gelang der gleiche Coup bei Apple. Nach Einschätzung der Ermittler dürften die Diebe aber an den hier gestohlenen Laptops und Smartphones wenig Freude gehabt haben. Diese Vorführgeräte seien alle registriert gewesen.

cg/sl/dpa

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