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Dresdner feiern friedlich in das neue Jahr - Krawall in Leipzig

Dresdner feiern friedlich in das neue Jahr - Krawall in Leipzig

Ausgelassen und überwiegend friedlich haben die Menschen in Dresden und ganz Sachsen das neue Jahr begrüßt. In der Landeshauptstadt blieb es laut Polizei relativ ruhig.

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Wie hier auf der Carolabrücke mussten die Notärzte in der Nacht mehrfach ausrücken.

Quelle: Stephan Lohse

Zwischen 18 und 6 Uhr habe es insgesamt 261 Einsätze gegeben. 13 Mal mussten die Ordnungshüter wegen kleiner Schlägereien ausrücken, elf Mal wegen alkoholbedingt hilflosen Personen und 15 Mal wegen Sachbeschädigung. Zu gravierenden Vorkommnissen sei es aber nicht gekommen, heißt es aus dem Lagezentrum der Polizeidirektion Dresden.

Die Feuerwehr musste zu insgesamt 44 Bränden ausrücken, das waren neun mehr als im Vorjahr. Unter anderem brannte gegen 2.45 Uhr ein Balkon im 3. Obergeschoss eines Hauses in der Gerokstraße, vermutlich durch herumfliegende Feuerwerkskörper. Mehrfach musste die Feuerwehr auch wegen brennender Dächer ausrücken, am Jacob-Winter-Platz in Prohlis brannte gegen 0.15 Uhr ein Pkw. Hinzu kamen mehrere Fälle von Brandstiftung. So setzten Unbekannte gegen 22 Uhr in der Prohliser Allee gelagertes Altpapier in Brand.

Die Polizei konnte allerdings einen 25 Jahre alten Dresdner fassen, der Neujahr kurz nach Mitternacht eine Telefonzelle im Stadtteil Gorbitz in die Luft gesprengt hatte. Aufmerksame Passanten hatten die Beamten auf das zerstörte Telefonhäuschen aufmerksam gemacht. Kurz darauf schnappten sie den 25-Jährigen finden. Er hatte einen weiteren selbst gebastelten Sprengsatz bei sich.

Zum schwersten Unfall in Verbindung mit Böllern kam es in Dresden-Wilschdorf. In der Sassnitzer Straße hat ein 22-Jähriger in der Silvesternacht eine Hand verloren. Wie die Feuerwehr mitteilte, explodierte der Kracher gegen 0.30 Uhr in der Hand des Mannes, was in der Folge zur Amputation führte. Der 22-Jährige musste noch in der Nacht in eine Spezialklinik nach Halle verlegt werden. Die genauen Umstände des Vorfalls sind noch nicht bekannt.

Schwerpunkt der Feiern in Leipzig war wie in den vergangenen Jahren das Connewitzer Kreuz, wo es auch wieder mehrere Zwischenfälle gab, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Kurz vor Mitternacht hatten sich rund 500 Menschen dort getroffen, um gemeinsam auf den Jahreswechsel anzustoßen.

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Beschädigtes Gehwegpflaster im Bereich Bornaische- und Biedermannstraße.

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Im Verlauf der Straßenparty wurden den Angaben zufolge dann Polizisten mehrfach mit Böllern und Raketen attackiert und auch mit Steinen und Flaschen beworfen. Dabei wurden zwei Beamte jeweils leicht an der Hand verletzt. Außerdem brannten Mülltonnen. Schließlich setzte die Polizei Reizgas ein und räumte die Straßenzüge. Elf Menschen wurden in Gewahrsam genommen.

Einige mit Böllern gesprengte Briefkästen sowie brennende Mülleimer und auch ein brennendes Auto meldete die Polizei aus den Landkreisen Meißen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Von solchen kleineren Fällen abgesehen sei es aber friedlich und fröhlich geblieben, hieß es von der Polizei in Chemnitz.

sl / dpa

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