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Dresdner Polizeipräsident Kroll verteidigt Einsatz vom 12. Februar

Dresdner Polizeipräsident Kroll verteidigt Einsatz vom 12. Februar

Dresdens Polizeipräsident Dieter Kroll hat am Freitag den Einsatz seiner Beamten rund um die Nazi-Demo am 12. Februar in der Dresdner Innenstadt verteidigt. Die Polizei habe ihren gesetzlichen Auftrag ohne Wenn und Aber erfüllt, stellte er klar.

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Polizeieinsatz am 12. Februar auf der Wilsdruffer Straße.

Quelle: Stephan Lohse

Die Polizei sei nicht da, um Nazi-Demonstrationen zu verhindern. Auch wenn deren Aktionen rund um den 13. Februar eine „gezielte Provokation für den Rechtsstaat“ seien.

Die Beamten hätten dazu beigetragen, friedlichen Protest zu ermöglichen. „Es hätte eigentlich ein Lernfilm sein können“, sagte Kroll an die Adresse der Kritiker, die der Polizei einen unverhältnismäßigen Einsatz vorwarfen. Laut Kroll gebe es eine Anzeige gegen einen Beamten.

Ein Großaufgebot der Polizei hatte am Mittwochabend einen Nazi-Aufmarsch vom Theaterplatz bis zum Hauptbahnhof abgesichert. Während die Beamten eine friedliche Blockade auf der Sophienstraße umgingen, wurden auf der St. Petersburger Straße mehrere Sitzblockaden mit „unmittelbarem Zwang“ geräumt.

Am Rande der Demo kam es zu mehreren Auseinandersetzungen. So wurde es zum Beispiel auf der Wilsdruffer Straße kurzzeitig hektisch, als rund 100 Gegendemonstranten durch die Altmarkt-Galerie in Richtung Nazi-Demo laufen wollten. Die Polizei unterbot das, wobei einige Beamte nach Beobachtungen von DNN-Online stark aggressiv zu Werke gingen.

Laut Dresden Nazifrei gab es zudem beim Räumen der Blockaden einen Verletzten, der einen Stiefeltritt ins Gesicht bekommen hatte. Zudem wurde ein Lautsprecherwagen von Dresden Nazifrei am Hauptbahnhof festgesetzt. „Ganz konfliktlos geht es nicht“, sagte Kroll. Seine Beamten seien jedoch dem Gesetz verpflichtet – und damit müsste auch die genehmigte Nazi-Demo durchgesetzt werden.

Kroll gab aber auch zu, dass es natürlich immer Verbesserungsbedarf gebe. Von „sinnlosen Ruppigkeiten“, sprach der Polizeichef. Es sei bei so vielen eingesetzten Beamten schwer, auch den letzten Polizisten zu erreichen und ihm den richtigen Umgang mit Gegendemonstranten zu vermitteln.

Insgesamt zeigte sich Kroll mit dem Einsatz aber zufrieden. Das Wichtigste sei der Dialog mit den Gegendemonstranten gewesen. Zahlreiche Konfliktmanager waren im Einsatz und suchten immer wieder das Gespräch mit den Nazi-Gegnern. Denn, so Kroll: Wer miteinander redet, kann hinterher vernünftig miteinander umgehen.

sl

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