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Dresdner Polizei ermittelt: Wurde toter Schwimmer in der Johannstadt von Schiff überfahren?

Dresdner Polizei ermittelt: Wurde toter Schwimmer in der Johannstadt von Schiff überfahren?

Am Mittwochabend gegen 17 Uhr ist ein 29-Jähriger beim Schwimmen in der Elbe zu Tode gekommen. Laut Medienberichten war das Ausflugsschiff der Sächsischen Dampfschiffahrt „August der Starke“ Elbaufwärts in Richtung „Blaues Wunder“ unterwegs und überfuhr auf Höhe der Waldschlösschenbrücke einen Schwimmer.

Dessen lebloser Körper trieb um 17.40 Uhr unterhalb des Johannstädter Fährgartens in der Elbe und wurde von den alarmierten Einsatzkräften geborgen. Zuletzt soll der Kapitan noch versucht haben, dass Schiff abzubremsen, um die Katastrophe zu verhindern.

Dass der junge Mann wirklich von dem Schiff überfahren wurde, wollte die Dresdner Polizei am Donnerstag nicht bestätigen. „Zwar wissen wir, dass der Kapitan einen Schwimmer gesehen hat, trotzdem distanzieren wir uns von der Darstellung. Neben der Kollision mit dem Schiff kommen noch andere Todesursachen, wie etwa Suizid, Organversagen oder vorangegangene Kollisionen mit anderen Booten in Betracht. Erst eine Obduktion, die noch aussteht, wird die genaue Todesursache klären“, sagt Polizeisprecher Marko Laske. Noch am Donnerstag sollte die Staatsanwaltschaft über eine Obduktion der Leiche entscheiden.

Nach Angaben des Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA) in Dresden ist das Baden in der Elbe grundsätzlich erlaubt. Lediglich in der Nähe von Brücken, Wehren oder Anlegestellen ist Schwimmen untersagt. „Die Elbe ist kein ungefährliches Badegewässer und wird oft unterschätzt“, sagte WSA-Leiter Klaus Kautz. Strömungen, Strudel und vor allem der rege Schiffsverkehr müssten beachtet werden. An Unfälle in den vergangenen Jahren, bei denen Schwimmer auf der Elbe mit einem Schiff kollidierten, könne er sich allerdings nicht erinnern.

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in Sachsen rät unterdessen vom Baden in der Elbe ab. „Derart stark befahrene Fließgewässer sind gefährlich“, sagte Sprecher Torsten Wieland. Größere Schiffe könnten nicht schnell genug ausweichen, zudem würden sie meist vom Heck aus gesteuert. „Am Bug entsteht dann ein weißer Fleck.“ Nach Angaben der Deutschen Lebens-Rettungsgesellschaft sind in Sachsens Gewässern im vergangenen Jahr 26 Menschen ertrunken.

hh / dpa

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