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Dresdner Polizei engagiert sich im Kampf gegen Neonazis in Laubegast

Dresdner Polizei engagiert sich im Kampf gegen Neonazis in Laubegast

Dresdens Polizei kämpft in Laubegast verstärkt gegen Rechtsextremismus. Nachdem das Netzwerk „Vitae Laubegast“ im März im Kriminalpolizeilichen Rat der Landeshauptstadt auf Probleme mit einer rechtsextremen Kameradschaft im Dresdner Osten hingewiesen hatte, sind die Ordnungshüter nach eigenen Angaben seit Mai regelmäßig mit mobilen Einsatz- und Fahndungsgruppen vor Ort.

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Trotz Einschüchterungsversuchen stellen sich immer mehr Menschen den Nazis entgegen.

Quelle: dpa

„Diese Gruppierung ist aktuell ein Schwerpunkt unseres Dezernates Staatsschutz. Wir kennen das Problem und haben auch die betreffenden Personen identifiziert. Aber nur ein bestimmter Umfang des Agierens der Nazis ist strafrechtlich fassbar“, erklärte Dresdens Polizeipräsident Dieter Kroll. Die rechtsextreme Kameradschaft umfasst nach Polizeiangaben gegenwärtig 30 bis 40 Personen. Ihr Durchschnittsalter beträgt 24 Jahre. Sie treten vor allem in den Stadtteilen Laubegast, Leuben und Tolkewitz in Erscheinung.

Die Polizeidirektion Dresden bearbeitet derzeit ein Dutzend Straftaten, die in Zusammenhang mit der Gruppierung stehen. Es handelt sich vor allem um sogenannte Propagandadelikte. Unter anderem haben Mitglieder der Gruppierung zweimal die Himmelfahrtskirche Leuben mit Hakenkreuzen beschmiert und wiederholt Aufkleber mit rechtsextremem Inhalt angebracht. Außerdem wurden Anwohner provoziert und eingeschüchtert. Gewalt wendeten die Neonazis aber nicht an.

Ausdrücklich lobte Polizeipräsident Kroll die Arbeit des Netzwerkes „Vitae Laubegast“ sowie alle Bürger, die sich im Kampf gegen den Rechtsextremismus engagieren: „Die Polizeidirektion Dresden hat größten Respekt vor den couragierten Bürgerinnen und Bürgern aus Leuben und Laubegast, die sich dem alltäglichen Rechtsextremismus entgegenstellen“, so Kroll.

Stephan Hönigschmid

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