Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -5 ° wolkig

Navigation:
Google+
Dresdner Polizei: Abschiebungen laufen schleppend

Dresdner Polizei: Abschiebungen laufen schleppend

Die Polizeidirektion Dresden hat in diesem Jahr bis Ende Oktober die Abschiebung von 190 abgelehnten Asylbewerbern unterstützt. Das teilten die Verantwortlichen gestern mit.

Dresden. Die Abschiebungen erfolgten auf Anordnung der Landesdirektion Sachsen, der Zentralen Ausländerbehörde in Chemnitz sowie der Ausländerbehörde Dresden. Insgesamt hatten die drei Behörden die Abschiebung von 360 Personen beantragt, so die Beamten. Es konnte also knapp die Hälfte der Abschiebungen nicht vollzogen werden. Die Gründe dafür sind vielfältig. Hauptursache dafür, dass nicht alle Abschiebeentscheidungen umgesetzt werden konnten, ist der Umstand, dass die Polizei viele Asylbewerber an den gemeldeten Adressen nicht antrifft. Ein zweiter Hinterungsgrund ist, dass nur vollständige Familien abgeschoben werden dürfen, so die Polizei.

Treffen die Beamten ein Familienmitglied nicht an, muss der Abschiebungsversuch der gesamten Familie abgebrochen und später wiederholt werden. Deshalb stehen in der Polizeistatistik für diese Jahr bisher insgesamt 410 Abschiebungsaufträge, da aus den genannten gründen mehrere Personen wiederholt angefahren werden mussten. Bei einem Abschiebungsversuch sind in der Regel zwei Polizisten im Einsatz. Ein solcher Auftrag beschäftigt die Beamten etwa zwei Stunden.

Die 190 Abgeschobenen setzen sich aus 29 Familien und 76 Einzelpersonen zusammen. Der Großteil dieser Asylbewerber stammte aus Serbien (60), Russland (21), dem Kosovo (19), Tunesien (19) und Lybien (18).

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Polizeiticker Dresden
Feuerwehren: Rufnummern und Adressen

Bei Bränden und Notfällen erreichen Sie hier die Feuerwehren vor Ort. mehr

Schmutz vor der Haustür, Graffito an Wand. Informieren Sie das Dresdner Ordnungsamt. mehr

Die Polizei gibt Tipps, wie sich Mieter und Hausbesitzer besser gegen Einbrecher wappnen können.mehr