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Dresdner Feuerwehr rettet gekenterte Paddler von Brückenstütze

Dresdner Feuerwehr rettet gekenterte Paddler von Brückenstütze

Während die Feuerwehr in Dresden aufgrund des Hochwassers alle Hände voll damit zu tun hat, Sandsackdämme zu erreichten und bedrohte Dresdner zu evakuieren, muss sie zwei leichtsinnige Paddler vor dem Ertrinken retten.

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Am Dienstagabend musste die Dresdner Feuerwehr zwei leichtsinnige Paddler am Fuße der Waldschlößchenbrücke bergen.

Quelle: Christian Juppe

Die zwei Männer wollten am Dienstagabend mit einem Schlauchboot auf der Elbe durch das Stadtzentrum paddeln.

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Am Dienstagabend musste die Dresdner Feuerwehr zwei leichtsinnige Paddler retten, die mit einem Schlauchboot an der Waldschlößchenbrücke kenterten.

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Fotos: Christian Juppe

Sie kamen nicht weit, schon nach wenigen Hundert Metern endete der Bootsausflug an der Waldschlößchenbrücke. Das Duo rettete sich auf einen Pfeiler der Brücke und musste von der Feuerwehr aus seiner misslichen Lage befreit werden. Die Männer blieben unverletzt. Ob sie betrunken waren, konnte die Polizei gestern nicht sagen.

20.36 Uhr am Dienstagabend: In der Rettungsleitstelle in Übigau geht eine Alarmmeldung vom Elbufer nahe der Waldschlößchenbrücke ein. Eine Frau ist am Telefon und berichtet den Beamten von den Paddlern auf der Elbe. Die Anruferin ist die Freundin eines der Männer, der zweite Paddler der Freund ihrer Freundin, die neben ihr steht. Unbestätigten Angaben zufolge haben die zwei leichtsinnigen Männer ihr kleines Schlauboot etwa 300 Meter oberhalb der Brücke vom Neustädter Ufer aus ins Wasser geschoben. Der Versuch, das kleine Plastikboot mit kurzen Paddeln zu steuern, schlug fehl. Die 24 und 26 Jahre alten Dresdner verloren die Kontrolle, das Boot wurde wahrscheinlich von einem Bauzaun aufgeschlitzt. Die Männer konnten sich auf eine der V-Stützen retten, auf denen die Brücke normalerweise am Elbufer im Trockenen unterhalb des Waldschlößchens steht, das lädierte Boot trieb davon.

„Wir sind mit zwei Löschfahrzeugen, zwei Einsatzleiterwagen, dem Höhenrettungsdienst und einem Bootsanhänger ausgerückt", berichtete gestern Thomas Mende, Sprecher der Dresdner Berufsfeuerwehr. Die Retter mussten sich allein um die Verunglückten kümmern, die Wasserschutzpolizei war wegen des Hochwassers zu einer Einsatzpause gezwungen. Etwa 20 Feuerwehrleute waren im Einsatz, ein Kollegen des Höhenrettungsdienstes seilte sich zunächst von der Brücke zu den Verunglückten ab, um sie zu sichern und zu versorgen. Parallel dazu ließ die Feuerwehr ein Boot zu Wasser. Mit diesem Boot wurden die leichtsinnigen Paddler schließlich ans Ufer geholt.

Eine reichliche Stunde lang war die Berufsfeuerwehr mit der Rettung der Männer beschäftigt. Das lebensgefährliche Bootsvergnügen hat für das Duo voraussichtlich drastische Folgen. „Wir werden ihnen wahrscheinlich unseren Einsatz in Rechnung stellen", sagte Polizeisprecherin Jana Ulbricht, die Aktivitäten der Polizei könnten mit mehreren Hundert Euro zu Buche schlagen. Außerdem müssen die Schlauchbootfahrer mit einer Anzeige rechnen, weil sie gegen die Schifffahrtssperre auf der Elbe verstoßen haben.

Auch die Feuerwehr erwägt, dem Duo eine Rechnung zu schicken. „Unser Einsatz kostet klar über 1000 Euro", sagte Feuerwehrsprecher Mende. So könnte die Bootspartie für die zwei Dresdner nachträglich noch zu einem mehrere Tausend Euro teuren „Vergnügen" werden.

Fotos: Christian Juppe

Christoph Springer

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