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Dresdner Autobahn-Huhn Gerda ist in Sicherheit

Gerettet Dresdner Autobahn-Huhn Gerda ist in Sicherheit

Gerda ist gerettet. Ein Dresdner hat das Huhn am Dienstagabend von der Autobahn geholt. Zufällig entdeckte er das braune Federvieh auf dem Mittelstreifen. Dann fasste der Mann einen Entschluss.

Huhn Gerda auf der Autobahn am Brabschützer Berg.
 

Quelle: Polizeidirektion Dresden

Dresden.  Huhn Gerda ist in Sicherheit. Das braune Federvieh muss sich nicht mehr in Gefahr begeben. Es hat ein neues Zuhause bei einer Dresdner Tierschützerin bekommen. Die 37-Jährige sucht nun die Dresdnerin, die bereits ein weißes Huhn bei sich aufgenommen hat, das ebenfalls vorübergehend auf der A4 unterwegs war.

Gerda lebte seit mehreren Wochen auf der Autobahn, etwa zwischen der Anschlussstelle Altstadt und dem Dreieck Dresden-West. Mehrfach rannte das Huhn direkt vor Autos über die Fahrbahn, jedesmal bemüht, dabei dem Unfalltod zu entrinnen. Stets gelang Gerda dieser wagemutige Lauf. Am Dienstagabend tauchte das Huhn wieder auf. Marco Müller entdeckte Gerda auf dem Mittelstreifen. Er war mit seinem Seat auf der A4 unterwegs. Der 31-Jährige wurde zum Gerda-Retter. Ohne seinen Rettungseinsatz hätte er die Nacht nicht schlafen können, sagte er später Polizeisprecher Marko Laske.

Er rettete Gerda: Marco Müller.

Er rettete Gerda: Marco Müller.

Quelle: Anja Schneider

Marco Müller drehte mit seinem Auto eine Schleife und fuhr auf der A4 zu der Stelle zurück, an der er Gerda gesehen hatte. Dort stoppte er auf dem Standstreifen. „Ich bin nicht blindlings losgelaufen, sondern habe mein Auto mit einem Warndreieck gesichert und eine Warnfeste angezogen“, berichtet er von seinem Rettungseinsatz. Just in diesem Moment rannte Gerda wieder über die Fahrbahn. Der 31-Jährige fackelte nicht lange. Zugriff! Marco Müller bekam das braune Federvieh tatsächlich zu fassen. „Ich komme vom Dorf, da weiß man, wie man ein Huhn anfasst“, erzählt der 31-Jährige, der aus Rippien (Gemeinde Bannewitz) stammt. Dann setzte er Gerda in sein Auto und rief die Polizei. Die Beamten nahmen Gerda mit aufs Revier der Autobahnpolizei an der Stauffenbergallee und übergaben Dresdens berühmtestes Huhn später der 37-jährigen Tierschützerin. „Die Polizei wünscht Huhn Gerda einen friedvollen und vor allem gefahrlosen Lebensabend“, ließen die Beamten noch wissen.

Vom großen Interesse an Huhn Gerda wusste der 31-Jährige bis zu seiner Rettungsaktion noch gar nichts. Erst seine Freundin, der er am Dienstagabend von seiner Tat berichtete, erzählte ihm von der Bekanntheit des Huhns. Marco Müller recherchierte daraufhin noch am Abend im Internet die Geschichte des verrückten Autobahnhuhns. Dennoch überraschte ihn das Medieninteresse, nachdem die Polizei von seiner Gerda-Rettung berichtet hatte.

Von cs

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