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Dresden-Löbtau: Mutmaßlicher Vergewaltiger bezichtigt Opfer der Lüge

Dresdner Landgericht Dresden-Löbtau: Mutmaßlicher Vergewaltiger bezichtigt Opfer der Lüge

Wegen besonders schwerer Vergewaltigung und gefährlicher Körperverletzung muss sich Nafaa B. seit gestern vor der 3. Großen Strafkammer des Dresdner Landgerichts verantworten.

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Dresden. Wegen besonders schwerer Vergewaltigung und gefährlicher Körperverletzung muss sich Nafaa B. seit gestern vor der 3. Großen Strafkammer des Dresdner Landgerichts verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 30-Jährigen vor, am Nachmittag des 17. Septembers 2015 auf der Zwickauer Straße an der Nossner Brücke eine Frau mit einer Glasscherbe verletzt und dann vergewaltigt zu haben. Laut Anklage hat er die Frau von hinten umklammert, ihr eine spitze Glasscherbe an den Hals gehalten und von ihr Sex gefordert.

Dabei erlitt das Opfer eine Schnittwunde am Hals. Als  sich die Frau weigerte und wehrte, zog er sie an den Haaren ins Gebüsch, schlug auf sie ein, drohte sie zu töten und zwang sie, da der Geschlechtsverkehr scheiterte, zweimal zum Oralsex und flüchtete dann.

Der Angeklagte wies die Vorwürfe entschieden zurück. Seine Darstellung der Ereignisse klingen ganz anders. Der Marokkaner, der sich seit etwa acht Monaten in Deutschland aufhält, lebt im Asylbewerberheim auf der Tharandter Straße. Er sei an jenem Tag, wie so oft, in einen kleinen Park in der Nähe gegangen, habe Bier getrunken und geraucht. Dann sei die Frau gekommen. „Ich hatte das Gefühl, dass sie auf jemanden wartete. Sie hat mich angesprochen, wir haben uns unterhalten und sie sagte, dass sie Probleme mit ihrem Freund habe.“ Sie habe ihn dann gebeten, mit zu einem Gebüsch zu gehen, dort habe sie ihn gestreichelt und geküsst und die Hosen heruntergezogen. Bei den Gefummel habe er einen Samenerguss gehabt.

Später sei ihr Freund und ein anderer Mann gekommen, hätten ihn verprügelt und mit einer zerschlagenen Bierflasche verletzt. Dann sei er ins Heim geflüchtet und ins Krankenhaus gebracht worden. „Ich bin unschuldig, ich habe nichts getan. Die Frau hat nur gelogen. Es stimmt alles nicht, was sie gesagt hat“, erklärte der Angeklagte aufgebracht.
Bei dem Fall ist einiges unklar, zum Beispiel die Sache mit den Verletzungen. Die Vernehmung des Opfers fand zwar unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, die Frau hatte aber bereits bei der Polizei gesagt, dass der Angeklagte schon vor der Tat verletzt war. Er leugnet dies. Eine der beiden Geschichten stimmt nicht. Welche, muss die Kammer herausfinden. Der Prozess wird fortgesetzt.

ml

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