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Diebe nehmen in Dresden den Skoda Octavia seltener ins Visier

Diebe nehmen in Dresden den Skoda Octavia seltener ins Visier

Die Zahl der Skoda-Octavia-Diebstähle ist im vergangenen Monat im Vergleich zum Vormonat deutlich gesunken. Das berichtete die Dresdner Polizei auf DNN-Anfrage.

Von Christoph Springer

An 22 Octavias haben sich Autoknacker demnach im Juli vergriffen. 17 dieser Autos wurden gestohlen, fünf Fahrzeuge bekamen die Täter nicht in Gang. Im Juni wurden in Dresden dagegen 39 Autos dieses Typs angegriffen. 25 Octavias sind damals verschwunden, in 14 Fällen blieb es beim Diebstahlsversuch.

Die "Operation Helios", bei der die Polizei ab Anfang Juli drei Wochen lang mit großem zusätzlichen Aufwand gegen Autoknacker gekämpft hat, könnte eine von mehreren Ursache für diesen Rückgang sein. Schließlich waren damals bis zu 150 Beamte zusätzlich im Einsatz, um Autos zu kontrollieren, auf den Straßen tags und nachts Präsenz zu zeigen und Verdächtige zu überprüfen. Vier Autodiebe wurden in diesen drei Juliwochen gefasst und sechs gestohlene Pkws sichergestellt.

Danach stellte Polizeipräsident Dieter Kroll fest: "Unser Einsatz hat Wirkung gezeigt." Und er kündigte an, dass einzelne Bausteine der "Operation Helios" weiter genutzt werden sollen, um Autoknackern das Handwerk zu legen, zumindest aber schwerer zu machen. Um welche Maßnahmen es sich handelt und wann sie eingesetzt werden sollen, sagte der Chef der Dresdner Polizei erwartungsgemäß nicht.

Autoknacker haben die massiven Überwachungsmaßnahmen offenbar so beeindruckt, dass sie sich nun zurückhalten. Schließlich berichtete die Polizei im Juli auch offensiv, dass sogenannte Lock-Autos eingesetzt werden. Dabei handelt es sich um präparierte Kfz, die die Polizei im Stadtgebiet abstellt und observiert, bis sich Diebe an ihnen vergreifen.

Ein weiteres Indiz dafür, dass Autoknacker zurückhaltender sind seit dem Polizeieinsatz im Juli: Nur im Januar wurden weniger Autos dieses Typs gestohlen, von Februar bis Juni lag die Zahl klar über dem Juli-Ergebnis. Im ersten Monat dieses Jahres registrierte die Polizei 13 erfolgreiche Taten und Tatversuche. Im Schnitt wurden in Dresden in diesem Jahr 26 Skoda Octavia pro Monat von Dieben angegriffen oder sogar gestohlen.

Hintergrund für den verstärkten Einsatz der Polizei im Kampf gegen Autoknacker war zwar der Anstieg der Diebstahlszahlen insgesamt. Allerdings stand dabei kein Fahrzeugtyp so sehr im Fokus wie der Skoda Octavia. Er führt die Statistik der Autodiebstähle in Dresden in diesem Jahr klar an. 190 Exemplare wurden bis Ende Juli in Dresden gestohlen oder von Dieben attackiert, ohne dass die Täter die Autos davonfahren konnten. Im gesamten Jahr 2011 sind in Dresden 129 Octavias verschwunden. In 55 weiteren Fällen hatten Diebe keinen Erfolg. Die 2011er Zahlen wurden also bereits Ende Juli übertroffen.

Weitere sechs Octavias wurden bisher im August gestohlen, einer davon erst am Dienstag von der Hochschulstraße (Südvorstadt). Zwei haben Diebe außerdem seit Monatsbeginn attackiert, ohne sie stehlen zu können.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 16.08.2012

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