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Deutschlandweit "Silber" für Dresden beim Autoklau - Zahlen gehen in diesem Jahr zurück

Deutschlandweit "Silber" für Dresden beim Autoklau - Zahlen gehen in diesem Jahr zurück

Dass Dresden eine Autodiebstahl-Hochburg ist, ist nicht neu. Dass die Elbestadt diesbezüglich aber sogar einen traurigen 2. Platz im deutschlandweiten Ranking belegt, ist aber wahrscheinlich nicht jedem gegenwärtig.

Mehr geklaut wird nur in Frankfurt/Oder.

2012 verschwanden dort 264 Autos. Setzt man die Anzahl der geklauten Kfz ins Verhältnis zur Zahl der zugelassenen Pkw, ergibt sich eine Quote von 844 abhanden gekommenen Gefährten je 100 000 angemeldete Autos. In Dresden liegt die Quote bei 506 (geklaut wurden 2012 insgesamt 1155 Stück). Platz 3 belegt - wen wundert's - die wie Frankfurt/Oder direkt an der polnischen Grenze gelegene Stadt Görlitz mit 499 geklauten Autos pro 100 000 zugelassene Kfz (absolute Zahl 127). Das ist das Ergebnis einer 120-Städte-Studie des Internetportals Geld.de, das Versicherungs- und Finanzvergleiche anbietet.

An einer Hand abzählen kann man die Autodiebstähle in Garmisch Partenkirchen (1 geklautes Auto 2012, ergibt Quote von 7 Stück je 100 000 zugelassene Kfz), Kempten (5/Quote liegt bei 13) und Straubing (4/Quote: 15). Schauen wir wieder nach Sachsen: Leipzig (627 geklaute Autos/Quote 291) rangiert bundesweit auf Platz 9, Chemnitz (214 Diebstähle absolut/Quote 164) auf Platz 15.

Aufklärungsquote bundesweit bei 26,7 Prozent

Insgesamt wurden im Jahr 2012 deutschlandweit 37 328 Autos gestohlen. Die positive Nachricht: Es gab einen Rückgang um 9 Prozent gegen- über 2011. Fast spektakulär zu nen- nen ist der Rückgang in Halle. Dort waren es mit 192 Diebstählen immerhin 105 weniger als ein Jahr zuvor. In Berlin wurden mit 5760 Autos im Jahr 2012 insgesamt 1580 Autos weniger gestohlen als 2011. Trotz des insgesamt positiven Trends entstand durch Autodiebstähle ein Schaden von über 400 Millionen Euro. Deshalb die schlechte Nachricht: Laut Geld.de sollen nach ersten Prognosen die KFZ-Versicherungen um bis zu zehn Prozent steigen.

Die Studie bietet noch weitere interessante Zahlen. Zum Beispiel zur Aufklärungsquote. Deutschlandweit liegt diese laut Geld.de im Durchschnitt bei 26,7 Prozent. Sonderlich groß ist die Chance also in der Regel nicht, dass man sein geklautes Auto irgendwann wiedersieht. Aber da kommt es eben auch darauf an, wo man wohnt. Denn in Pirmasens in Rheinland-Pfalz (40 000 Einwohner), Straubing (45 000 EW) und Garmisch Partenkirchen (26 000 EW) in Bayern konnte die Polizei 2012 - laut Studie - jeden (!) Autodiebstahl aufklären.

Extrem unterdurchschnittlich ist die Aufklärungsquote dagegen in Aachen (8,8 %), Recklinghausen (9,4 %), Hildesheim (9,4 %), Frankfurt/Oder (9,5 %), Hamburg (9,5 %), Braunschweig (9,8 %). In der Autostadt Wolfsburg (203 gestohlene Autos, Quote 162 pro 100 000 zugelassene Kfz) wurden 2012 sogar nur 6,4 % der Diebstahlsfälle gelöst. In der Stadt Dresden lag die Aufklärungsquote bei 13,9 %, in Görlitz bei 14,2 %, in Chemnitz bei 16,4 % und Leipzig bei 21,1 %. - Besser, aber ebenfalls unterdurchschnittlich.

Bis Ende September 205 Autos weniger geklaut als 2012

Um das Ergebnis der Studie zu visualisieren, hat der Finanzdienstleiter eine Deutschlandkarte ins Netz gestellt. Auf dieser sind alle Autoklau-Hochburgen mit einem roten Punkt gekennzeichnet, die "sicheren" Städte mit einem grünen Punkt. Fazit: Auf dem Gebiet der ehemaligen DDR wimmelt es von roten, im Süden und im Südwesten Deutschlands von grünen Punkten. Bei den Autodieben besonders im Fokus stünden Städte im Osten und Norden des Landes mit guten Verkehrsanbindungen gen Osteuropa, schlussfolgert Geld.de. Und liefert auch Zahlen zu den nichtdeutschen Tatverdächtigen. Wie erwartet liegt deren Anteil in Görlitz mit 88,9 % und Frankfurt/Oder mit 87,8 % ganz besonders hoch. In Baden-Baden (17 gestohlene Autos/ 50 Diebstähle je 100 000 zugelassene Fahrzeuge) und Koblenz (34 Diebstähle/Quote 56), die beide als sichere Städte gelten, wird der Anteil der nichtdeutschen Tatverdächtigen mit 76,9 % bzw. 71,4 % angegeben. In Dresden liegt er bei 56,1 %, in Chemnitz bei 27,3 % und in Leipzig bei 23 %.

Zum Abschluss noch eine positive Nachricht: Auch in Dresden ist ein Abwärtstrend der Autodiebstähle zu verzeichnen. "Bis Ende September wurden dieses Jahr bislang 676 Autodiebstähle registriert", so Polizeisprecher Wolfgang Kießling. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es noch 881.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 18.10.2013

Catrin Steinbach

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