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Das Jahr der Bomben – Die Feuerwehr Dresden zieht Bilanz über 2013

Das Jahr der Bomben – Die Feuerwehr Dresden zieht Bilanz über 2013

„Es war für die Dresdner Feuerwehr ein ereignisreiches Jahr“, fasste der Zweite Bürgermeister Detlef Sittel (CDU) am Donnerstag die Geschehnisse von 2013 zusammen.

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Auf der Augsburger Straße wurden gleich zwei Bomben ausgegraben.

Quelle: Privat

„Ein Jahr der Bombenfunde“, ergänzte der Leiter des Brand- und Katastrophenschutzamtes Andreas Rümpel. Allein vier Weltkriegsbomben sind im vergangenen Jahr im Stadtgebiet gefunden worden, zwei im Dezember sogar an [link:700-NR_DNN_73630-1]. An die 12 000 Personen mussten insgesamt evakuiert werden. „So etwas hatten wir noch nie“, verriet Rümpel.

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Auf einem Grundstück an der Augsburger Straße wurde am Donnerstagvormittag eine Bombe gefunden

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Die Zahl der Einsätze der Feuerwehr ist von 32.138 im Jahr 2012 auf 36.502 Einsätze angestiegen. Bemerkenswert ist vor allem der starke Anstieg der Notfallrettungseinsätze um 3582 auf 29.424. „Ursachen sind im Bevölkerungswachstum und der Altersstruktur der Bevölkerung zu suchen“, erklärt Sittel. Man beobachte dies seit Jahren und beziehe es in die Planungen ein.

Die Zahl der Brände hingegen fiel leicht von 929 auf 843. Das sei jedoch kein Grund zum Aufatmen. „Die Brände sind zwar weniger geworden, verlaufen nach unseren Beobachtungen aber oft durchaus dramatischer“, sagt Rümpel. In etlichen Situationen seien die Betroffenen nur haarscharf dem Tode entronnen. Die Feuerwehr appelliert daher weiterhin an die Bevölkerung, Rauchmelder anzuschaffen. Vier Tote forderten die Brände in der Landeshauptstadt. „In diesen Fällen hätten Rauchmelder aufgrund des Brandverlaufes aber nichts geändert“, muss Rümpel zugeben. Zu Buche schlugen in der Bilanz auch die zahlreichen Einsätze im Rahmen des [link:700-NR_DNN_73630-2].

Sehr gute Nachrichten gab es aus dem Bereich der Freiwilligen Feuerwehr. Dort leisten 529 Kameraden und 42 Frauen ihren Dienst und rückten 1528-mal aus, um alleine oder im Verein mit den Berufsfeuerwehren Brände zu löschen und Hilfe zu leisten. Der Altersdurchschnitt der freiwilligen Kameraden liegt bei 35 bis 36 Jahren. „Das ist ein sensationeller Wert“, sagt Rümpel. Den guten Zustand gilt es nun zu pflegen, zum Beispiel in dem die Zusammenarbeit von Berufs- und freiwilliger Feuerwehr weiter gefördert werde.

Auch einen Blick in die Zukunft warfen Sittel und Rümpel am Donnerstag. So wird im zweiten Quartal 2014 die Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplans in die zuständigen Gremien gehen. Ebenfalls im zweiten Quartal soll der Neubau der [link:700-NR_DNN_73630-3] an der Fabricestraße/Magazinstraße für 15,8 Millionen Euro beginnen. Im Frühjahr werden alle hauptamtlichen Feuerwachen ihre volle Ausbaustufe erreichen. Das heißt, dann wird jede Wache mit 16 Mann besetzt sein. Außerdem erhalten die Kameraden 2014 neue Helme, nachdem 2013 bereits neue sandfarbene Schutzausrüstungen eingeführt worden waren.

Franziska Schmieder

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