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Busunfall: 25-Jähriger verhindert Katastrophe

Busunfall: 25-Jähriger verhindert Katastrophe

Ein 25-Jähriger hat gestern Nachmittag auf der Tharandter Straße kurz vor der Stadtgrenze zwischen Dresden und Freital dafür gesorgt, dass ein Linienbus zum Stehen kommt.

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Geistesgegenwärtig: Marc Heine (25) hob den Busfahrerfuß vom Gaspedal.

Von Christoph Springer

Der couragierte junge Mann heißt Marc Heine. Mit seinem beherzten Eingreifen hat er womöglich eine Katastrophe verhindert. Denn der Fahrer des Linienbusses vom Regionalverkehr Dresden (RVD) war nicht mehr in der Lage, sein Fahrzeug unter Kontrolle zu halten. Ursache dafür waren Gesundheitsprobleme des 51-Jährigen, berichtete die Polizei am Abend.

Das Unglück ereignete sich um 15.25 Uhr. Der Bus war auf der Route der Freitaler Stadtlinie A unterwegs, die Dresden-Löbtau und Freital verbindet. Der 51-jährige Fahrer hatte den Bus bereits durch den Straßentunnel in Plauen gesteuert und war unter der Brücke hindurch gefahren, über die die Autobahn führt.

In Dresden-Naußlitz in Höhe der Haltestelle Gitterseebrücke, direkt an der Tankstelle am Ortseingang von Freital, verlor der Mann plötzlich die Kontrolle über seinen Linienbus, in dem zu dieser Zeit der Polizei zufolge etwa 20 Personen mitfuhren. Der Bus kam nach links von der Straße ab und fuhr auf die Weißeritz zu, die dort direkt neben der Straße in einem mehrere Meter tiefen Flussbett verläuft. Das Fahrzeug fällte einen Lichtmast und rammte zwei parkende Pkws. Die Autos wurden auf das Tankstellengelände geschoben, berichtete die Polizei. Dann erfasste der Bus einen Anhänger, auch das Geländer zur Weißeritz soll er gestreift und weggebrochen haben.

Marc Heine reagierte geistesgegenwärtig, lief zu dem Fahrer und löste dessen Fuß vom Gaspedal. Damit aktivierte der 25-Jährige die Motorbremse. Der Bus fuhr noch etwa 200 Meter und blieb dann stehen.

Zwei Fahrgäste erlitten bei dem Unglück leichte Verletzungen. Dass eine Katastrophe verhindert wurde und es keine weiteren Verletzten gab, ist wohl nur dem 25-Jährigen zu verdanken. Beim RVD war gestern niemand zu dem Geschehen zu sprechen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 14.04.2012

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