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Bundespolizei bezieht neue Wache am Dresdner Hauptbahnhof

Bundespolizei bezieht neue Wache am Dresdner Hauptbahnhof

Seit über einem Jahrzehnt mussten die Beamten der Bundespolizei im Dresdner Hauptbahnhof ihre Arbeit von provisorischen Wachen aus koordinieren. Der Grund: Die Weißeritz hatte während der Jahrhundertflut im Jahr 2002 den gesamten Bahnhof überschwemmt und die alte Wache zerstört.

Zuletzt schlugen die Polizisten seit 2005 ihr Lager in Bürocontainern am Ende des Gleises 17 und damit weit weg vom eigentlichen Bahnhof auf. Seit dem 5. Dezember residieren die Ordnungshüter nun permanent mit 14 Mann auf rund 200 Quadratmetern direkt neben dem Bahnsteig 14. Gestern wurden die Räume offiziell eingeweiht.

"Wir freuen uns sehr über die neue Wache und haben bereits feststellen können, dass sich die Kommunikation mit den Bürgern wesentlich verbessert hat", sagt der Leiter der Bundespolizeiinspektion Dresden, Oliver Scharun. "Wir sitzen nun direkt am Gleis und mehrere Schilder weisen auf die Wache hin."

Scharuns Vorgesetzter, der Präsident der Bundespolizeidirektion Pirna, Detlef Fritzsch, pflichtet ihm bei und weist auf die operativen Vorteile der neuen Wache hin: "Der Hauptbahnhof ist bei Demos, Fußballspielen, aber auch Konzerten der Haupt-Anreisepunkt. Wir verfügen nun über eine moderne Einsatzzentrale, von der aus größere Einsätze koordiniert werden können."

Die Wache bietet alles, was die Uniformierten benötigen. Neben einer Zentrale, die mit Computern und Funkgeräten ausgestattet ist, gibt es einen Aufenthaltsraum, ein Zimmer, das eigens für Suchhunde reserviert ist, sanitäre Anlagen und zwei Zellen, in denen Straftäter und Trunkenbolde kurzzeitig weggesperrt werden können.

Weil sich die Taschendiebe sicher auch in Zukunft nicht von der Polizeipräsenz im Bahnhof abschrecken lassen, nutzen die Beamten den Eröffnungstag, um auf dem Querbahnsteig auf die Gefahren, die von den Kriminellen ausgehen, aufmerksam zu machen. Von 10 bis 16 Uhr verdingten sich einige Polizisten als Laienschauspieler und stellten Situationen nach, in denen Passanten Opfer von Diebstählen werden. "Wir wollen den Leuten zeigen, wie Taschendiebe und Kriminelle vorgehen, damit sie sich zukünftig besser auf Gefahren einstellen können. So ist es beispielsweise empfehlenswert, die Geheimzahl am Fahrkartenautomaten immer verdeckt einzugeben und Wertgegenstände dicht am Körper zu tragen", sagt Polizeihauptmeister Jens König, Beauftragter für Kriminalprävention der Dresdner Polizei.

Die Bahnkunden hatten großes Interesse an der Theaterperformance. Schnell bildete sich eine große Traube von Menschen, die die simulierten Straftaten betrachteten. "Es ist schon erschreckend zu sehen, wie schnell und unauffällig diese Täter agieren können", sagte eine Dresdnerin auf ihrem Weg zur Bahn.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 09.01.2014

Hauke Heuer

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