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Bundespolizei Dresden stellt 2015 mehr als 3500 illegal Eingereiste

In Zügen und am Hauptbahnhof Bundespolizei Dresden stellt 2015 mehr als 3500 illegal Eingereiste

Die Beamten der Bundespolizei-Inspektion Dresden haben im vergangenen Jahr rund 3570 illegal eingereiste Personen gestellt. Das teilte Pressesprecher Holger Uhlitzsch gestern mit. Der kleinste Teil der Migranten kam im ersten Halbjahr über die Grenze.

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Die meisten Migranten wurden Uhlitzsch zufolge im Hauptbahnhof und in den Zügen gestellt.

Quelle: dpa

Dresden. Die Beamten der Bundespolizei-Inspektion Dresden haben im vergangenen Jahr rund 3570 illegal eingereiste Personen gestellt. Das teilte Pressesprecher Holger Uhlitzsch gestern mit. Der kleinste Teil der Migranten kam im ersten Halbjahr über die Grenze. Es handelte sich um 440 Menschen, so Uhlitzsch. Im zweiten Halbjahr stieg die Zahl deutlich. Allein in den Monaten September und Oktober lag sie deutlich über dem Gesamtergebnis aus dem ersten Halbjahr. Im September registrierten die Beamten 658 illegal eingereiste Personen, im Oktober 714.

Die Bundespolizei Dresden ist für die Bahnhöfe und Bahnstrecken in der Landeshauptstadt zuständig, außerdem für die Fernverkehrszüge, die aus Tschechien kommen. Die meisten Migranten wurden Uhlitzsch zufolge im Hauptbahnhof und in den Zügen gestellt. Es handelte sich um Menschen aus 40 Nationen, "hauptsächlich den weltweiten Krisenregionen". Die meisten von ihnen stammten aus Syrien, dem Irak, Afghanistan, dem Iran und Pakistan. Im ersten Halbjahr reisten vor allem Menschen aus dem Kosovo und Serbien illegal ein, ergab die Auswertung der Bundespolizei in Dresden.

50 Mal erwischten die Beamten im vergangenen Jahr mutmaßliche Schleuser. Gegen diese Personen wurden Ermittlungsverfahren eingeleitet. 40 Personen legten den Ermittlern gefälschte Pässe oder echte Dokumente anderer Personen vor.

Besonders bewegt haben die Beamten zwei Fälle. Als sie eine junge Frau befragen wollten, die illegal eingereist war, musste ein Dolmetscher helfen. Die Beamten forderten den Mann an. Als er in den Vernehmungsraum kam, war die Wiedersehensfreude groß: Die Migrantin war seine jüngste Schwester. Der zweite Fall: In einem Zug, der von Chemnitz nach Dresden fuhr, befand sich ein 12-jähriger Junge aus Syrien ohne Begleitung. In Dresden stellte sich heraus, dass der Junge gar nicht hilflos war. Er sprach bestes Englisch und erzählte den Polizisten, dass er im Auftrag seiner Eltern bei Verwandten in einer anderen Asylunterkunft war. Nun kam er zurück und beschrieb den Beamten detailliert seinen Reiseweg.

cs

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