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Büro von Linken-Abgeordneten und Grabsteine in Dresden-Löbtau mit Hakenkreuzen beschmiert

Büro von Linken-Abgeordneten und Grabsteine in Dresden-Löbtau mit Hakenkreuzen beschmiert

In der Nacht vom Donnerstag zum Freitag ist das Wahlkreisbüro der Dresdner Landtagsabgeordneten der Linken, Annekatrin Klepsch, auf der Rudolf-Renner-Straße 49 in Dresden-Löbtau mit Steinen und Sprühfarbe angegriffen worden.

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Großflächig wurden Fenster und Türen mit Hakenkreuzen beschmiert.

Quelle: Uwe Schaarschmidt

Das teilte die Abgeordnete am Freitag mit. Das Büro wird auch vom Fraktionschef der Linken im Dresdner Stadtrat, André Schollbach, genutzt.

Bei dem Angriff wurde erheblicher Sachschaden angerichtet. Wie die Partei informierte, gingen ein Fenster und die verglaste Eingangstür des Büros zu Bruch. Zusätzlich wurden Fenster und Tür mit einem 70 mal 80 Zentimeter großen Hakenkreuz sowie einem Keltenkreuz beschmiert.

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Ingesamt sechs Grabsteine wurden verunstaltet.

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„Erkennbar ist, dass die Neonazis sich immer mehr auf eine Strategie der Gewalt verlegen. Die Vorkommnisse in den letzten Wochen sprechen eine deutliche Sprache. Mehrfach wurden in Sachsen Büros und Infostände der Linken angegriffen, so in Zittau, Hoyerswerda, Freiberg und nun auch in Dresden, wo es unlängst in Leuben zu einer regelrechten Belagerung eines Infostandes durch eine größere Neonazi-Gruppe kam“, sagte Klepsch.

In der selben Nacht wurden mit der gleichen rosa Farbe auf dem unweit gelegenen Annenfriedhof mehrere Gräber mit Hakenkreuzen, Pentagrammen und Keltenkreuzen beschmiert.

Auch die Dresdner Polizei bestätigte den Angriff. „Der Sachverhalt ist uns bekannt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen“, sagte Polizeisprecher Marko Laske. Es sei davon auszugehen, dass es einen Zusammenhang zwischen den Schmierereien auf dem Friedhof und dem Angriff auf das Büro gebe, informierte die Polizei auf Anfrage von DNN-Online.

Zeugenhinweise nehmen die Beamten unter der Telefonnummer (0351) 4 83 22 33 entgegen.

Stephan Hönigschmid

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