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Brand in Hotel in Cossebaude - Gerüchte um Unterkunft für Flüchtlinge

Brand in Hotel in Cossebaude - Gerüchte um Unterkunft für Flüchtlinge

In der Nacht zu Samstag ist ein Feuer in dem leerstehenden Hotel auf der Breitscheidstraße in Cossebaude ausgebrochen. Wie die Polizei mitteilte, wurde das Feuer in dem ehemaligen „Hotel Visa“ um Mitternacht von Anwohnern gemeldet.

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Quelle: dpa

Dresden. In der Nacht zu Samstag ist ein Feuer in dem leerstehenden Hotel auf der Breitscheidstraße in Cossebaude ausgebrochen. Wie die Polizei mitteilte, wurde das Feuer in dem ehemaligen „Hotel Visa“ um Mitternacht von Anwohnern gemeldet.

Nach Medieninformationen soll das Hotel als künftige Unterkunft für Asylsuchende im Gespräch sein. Der Polizei lagen dazu keine Informationen vor. Die Polizei ermittelt wegen Brandstiftung. Das Operative Abwehrzentrum (OAZ) wurde informiert.

Während die Polizei im Falle eines leerstehenden Hotels in Dresden noch wegen des Verdachts auf Brandstiftung ermittelt, geht sie beim zweiten Feuer in einer Wohncontainer-Anlage in Dippoldiswalde (Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) bereits davon aus, dass es gelegt wurde. Beide Brände waren am frühen Samstagmorgen ausgebrochen. Verletzt wurde niemand. Der Sachschaden wird allein bei den Wohncontainern in Dippoldiswalde auf mehrere Hunderttausend Euro geschätzt.

Dort ermittle bereits das für extremistische Straftaten zuständige Operative Abwehrzentrum (OAZ). Sollte sich der Verdacht auf Brandstiftung auch in dem Hotel in Dresden-Cossebaude bestätigen, werde das OAZ wohl auch dort die Ermittlungen übernehmen, sagte ein Sprecher der Dresdner Polizei. Um 0.15 Uhr war die Feuerwehr zunächst zu dem leerstehenden Hotel ausgerückt. Dort schlugen die Flammen bereits aus einem Fenster im zweiten Obergeschoss. Bevor es gelöscht werden konnte, breitete sich das Feuer über mehrere Etagen aus. Die Höhe des Sachsschadens war zunächst nicht bekannt. Medienberichten zufolge soll das Haus als Flüchtlingsunterkunft im Gespräch gewesen sein. Etwa eine Stunde später brannte es in Dippoldiswalde. Aufeinandergestapelte Wohncontainer gingen in Flammen auf. Nach Angaben der Polizei bezifferte der Eigentümer den Schaden auf 300 000 Euro. Er soll mit dem Landratsamt im Gespräch gewesen sein, die Unterkunft zur Unterbringung von Asylbewerbern zu nutzen.  In der Vergangenheit brannten in Sachen bereits mehrfach für Flüchtlinge vorgesehene Unterkünfte. Unter anderem gab es einen Brandanschlag auf eine geplante Unterkunft in Meißen im Juni. Auch in Leipzig, Döbeln oder in Aue gab es Vorfälle.

Nach dem erneuten Brandanschlag auf eine mögliche  Flüchtlingsunterkunft in Sachsen haben die Grünen im Landtag Stimmungsmachern und ihren Mitläufern eine Mitschuld gegeben. Die „Saat des Hasses und der Intoleranz“ gehe auf, meinte die asylpolitische Sprecherin der Fraktion, Petra Zais, am Samstag. „Alle, die zur Stigmatisierung von Geflüchteten beitragen oder diese billigend in Kauf nehmen, tragen Mitverantwortung, wenn der rassistische Mob den Worten Taten folgen lässt.“ Die Frage der Gewährleistung der Sicherheit von Geflüchteten und deren Unterkünften werde in Sachsen „immer mehr zum Offenbarungseid“. 

DNN/dpa

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Anschlag auf geplante Asylunterkunft

Auch bei einem Feuer in einem leerstehenden Hotel in Dresden am Wochenende hat es sich um einen Brandanschlag gehandelt. Ein Gutachten von Brandexperten habe ergeben, dass es sich um Brandstiftung gehandelt habe, sagte ein Sprecher der Polizei Dresden am Dienstag.

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