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Bisher keine „Horror-Clowns“ in Dresden und Umgebung

Gefährliche Aktionen Bisher keine „Horror-Clowns“ in Dresden und Umgebung

Seit gut einer Woche mehren sich in Deutschland Berichte über Clowns, die Passanten attackieren. Fast täglich kommen neue Meldungen hinzu. Dresden bleibt von dem makabren Phänomen bisher verschont. Auch ein vermeintlicher Fall in Riesa bestätigte sich nicht.

Seit gut einer Woche mehren sich in Deutschland Berichte über Clowns, die Passanten attackieren.

Quelle: dpa

Dresden. Seit gut einer Woche mehren sich in Deutschland Berichte über Clowns, die Passanten attackieren. So wurde beispielsweise eine Leipzigerin von zwei mit Clownsmasken vermummten Unbekannten in der Innenstadt verfolgt. An anderen Stellen sorgten teils bewusste Falschmeldungen für Panik.

Dresden hingegen bleibt von dem makabren Trend bislang völlig verschont. Im Bereich der Polizeidirektion Dresden habe es bislang keine Fälle gegeben, teilten die Beamten auf DNN-Nachfrage mit. Auch ein vermeintlicher Vorfall an einer Riesaer Grundschule bestätigte sich nicht. Ermittlungen ergaben, dass es sich bei dem gesichteten Horror-Clown offensichtlich um den Hausmeister der Schule gehandelt hat. Der Mann ging mit einer Warnweste bekleidet und Gehörschützern auf dem Kopf seinem Tagwerk nach. Die Schulkinder im Alter von acht Jahren, die den Mann gesehen hatten, interpretierten dessen Erscheinungsbild augenscheinlich falsch, teilte die Polizei mit.

Vor gut einer Woche tauchten die bis dahin nur aus den USA bekannten „Grusel-Clowns“ erstmals in Deutschland auf. Menschen schminken und kostümieren sich dabei als Clowns. Anstatt jedoch Kinder zu unterhalten, verbreiten die Täter in diesen Fällen Angst und Schrecken, sind teils sogar offen bewaffnet. Inzwischen häufen sich die Vorfälle bundesweit, hinzu kommen Falschmeldungen im Internet. Die Polizei warnt vor Nachahmern. In bundesweit mehreren Fällen laufen Ermittlungen nach Angriffen und Bedrohungen.

Die Übergriffe rufen jetzt auch die Politik auf den Plan. Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) kündigte ein hartes Vorgehen an. „Solche üblen Gags können schlimme Folgen haben“, sagte der CSU-Politiker der „Passauer Neuen Presse“. „Wir werden da deshalb auch nichts durchgehen lassen und jeden Fall konsequent verfolgen sowie entsprechend ahnden.“

Auch Nordrhein-Westfalens Justizminister Thomas Kutschaty (SPD) warnte Grusel-Clowns vor den Folgen ihrer makabren Aktionen. „Wer andere sprichwörtlich zu Tode erschrecken will, ist nicht lustig, sondern ein Straftäter“, sagte Kutschaty der „Bild“-Zeitung. Selbst wenn dem Opfer nichts passiere, könne die Tat eine strafbare Bedrohung sein. „Und auch hierfür kann der demaskierte Clown schon bis zu einem Jahr im Gefängnis landen.“

Von sl (mit dpa)

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