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Betrunken hinters Steuer gesetzt – Bewährungsstrafe

Recht und Justiz Betrunken hinters Steuer gesetzt – Bewährungsstrafe

Jurij G. hat zwei Hobbys: Trinken und Autofahren. Diese Mischung verträgt sich nicht, was der 34-Jährige aber ständig ignoriert. So auch am 16. März 2015.

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Betrunken und ohne Führerschein hinterm Steuer - dafür gab es eine Bewährungsstrafe.

Quelle: dpa

Dresden. Jurij G. hat zwei Hobbys: Trinken und Autofahren. Diese Mischung verträgt sich nicht, was der 34-Jährige aber ständig ignoriert. 1999 hat er den Führerschein gemacht, ein Jahr später musste er ihn abgeben, weil er betrunken Auto gefahren war. Was ihn aber nicht hinderte, sich immer wieder blau hinters Steuer zu setzen. So auch am 16. März 2015. Der Mann, der in Kassel wohnt, war zu einem Besuch in Dresden, becherte in der Neustadt in zahlreichen Kneipen und wollte dann gegen 1 Uhr mit dem Auto ins Hotel fahren. Als er einer Polizeistreife auffiel und diese ihn kontrollieren wollte, gab er Gas. Es folgte eine wilde Verfolgungsjagd – zunächst durch die engen Straßen der Äußeren Neustadt, dann über die Königsbrücker Landstraße Richtung Flughafen. Jurij G. bretterte mit über 140 km/h, ohne Führerschein, aber mit 2,8 Promille im Blut, ignorierte rote Ampeln und fuhr auch auf der Gegenfahrbahn. In Klotzsche landete er dann in einer Sackgasse und wurde von der Polizei gestellt. Zweimal, so ein Beamter, wäre es fast zu einer Kollision gekommen. Passiert ist glücklicherweise nichts – diese irre Fahrt hätte aber auch anders enden können.

„Das war blöd, was ich da gemacht habe“, sagte er gestern im Amtsgericht. Das hätte ihm auch früher aufgehen können. Neunmal stand er bereits vor Gericht und saß auch schon im Gefängnis, weil er betrunken Blödsinn verzapft hatte. „Einen Alkoholtäter mit Erfahrung“ nannte ihn die Vertreterin der Staatsanwaltschaft. Der gebürtige Kasache war 1998 mit seinen Eltern nach Deutschland gekommen, trinkt seit Jahren und das kräftig. Einen Liter Schnaps und 15 Bier braucht er nach eigenen Angaben schon, um richtig „lustig“ zu sein. Eine Therapie hat er bisher nie gemacht. Erst nach der Trunkenheitsfahrt in Dresden ging er zur Entgiftung und bemühte sich um eine Langzeittherapie, die er im Oktober antreten kann.

Dies rechnete ihm Richter Markus Maier positiv an und gab Jurij G. noch eine Chance. Er wurde zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr verurteilt, die für vier Jahre zur Bewährung ausgesetzt und mit Auflagen verbunden wurde. Der Angeklagte muss seine Therapie beenden und 200 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten. „Tun sie das nicht, sitzen sie die Strafe ab“, mahnte Maier.

Monika Löffler

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