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Bereitschaftspolizei übt im Dresdner Heinz-Steyer-Stadion den Umgang mit Fußball-Gewalttätern

Bereitschaftspolizei übt im Dresdner Heinz-Steyer-Stadion den Umgang mit Fußball-Gewalttätern

Im Dresdner Heinz-Steyer-Stadion hat die sächsische Bereitschaftspolizei am Montagvormittag den Umgang mit Gewalttätern beim Fußball geübt. Eine Hundertschaft trainierte in und um das Stadion herum das richtige Vorgehen gegen gewalttätige Fans.

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Auch das Herausholen von einzelnen Personen aus der Menge wurde trainiert

Quelle: Stephan Lohse

Ein Teil der Einsatzkräfte schlüpfte dabei in die Montur der Fußballfans und versuchte, die Kollegen auf die Probe zu stellen.

Zwei bis drei Mal im Jahr gibt es eine Übung dieser Art, informierte Übungsleiter Thorsten Gruschkowski. Es gehe dabei vor allem um das Erkennen von Straftätern, die Beweissicherung und letztlich um das Herauslösen der Gesuchten aus der Menge.

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Die Polizei hat am Montag in Dresden das Vorgehen gewalttätige Fußballfans geübt.

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In insgesamt drei geplanten Durchgängen wurden mehrere Situationen nachgestellt. Das begann mit dem Eintreffen der Gästefans und dem Zusammenprall mit rivalisierenden Heimfans. Mit sichtbarem Spaß provozierten sich die teils schwarz-rot, teils schwarz-blau-weiß gekleideten „Fans“, warfen mit Böllern, Sandsäckchen und Wasserbomben aufeinander und schließlich auf die Einsatzkräfte, die mit Blaulicht heraneilten, um die Gegner zu trennen.

Anschließend ging es im Gästeblock des alten Stadions weiter. Zunächst versuchten die uniformierten Beamten die Fangruppen am Zaun voneinander fernzuhalten, anschließend wurde eine Blockräumung samt Aufnahme sämtlicher Personalien geübt.

Zwar agierten die Beamten mit Spaß, teilweise ging es aber hoch her. So wurden einzelne „Fans“ gezielt rausgegriffen und mit sichtlicher Gegenwehr aus der Menge gezogen, einmal mussten sich die Beamten gar unter dem Hagel der Wurfgeschosse zurückziehen. Ihre Gegenüber johlten „Wir sind friedlich, was seid ihr?“ und „Fußballfans sind keine Verbrecher“. Immer wieder böllerte es, Tröten und Megafone sorgten für noch mehr Lärm.

Die Trainer um Gruschkowski beobachteten genau, gaben immer wieder Tipps. „Reden, Reden“, war die am häufigsten gebrüllte Anweisung. Er sei durchaus zufrieden, so Gruschkowski zur „Halbzeit“ der Aktion. Es gehe ihm darum, dass die Einsatzkräfte ein flexibles Vorgehen verinnerlichen. Zudem sei es wichtig, auch in stressigen und aggressiven Situationen erst zu reden und dann erst gegen gewalttätige Fans vorzugehen.

In Dresden sind die Beamten allerdings seit Jahren kaum mehr gefordert. Der letzte Einsatz, bei dem die Polizei großflächig eingreifen musste, datiert vom September 2011, als Fans von Dynamo Dresden und von Eintracht Frankfurt nach dem Spiel aufeinander losgehen wollten. Seitdem hat es in Dresden keinen brenzligen Einsatz um Fußballspiele herum mehr gegeben.

Stephan Lohse

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