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Bei Brand in Dresdner Hochhaus starb eine Frau: Keine vorsätzliche Brandstiftung

Bei Brand in Dresdner Hochhaus starb eine Frau: Keine vorsätzliche Brandstiftung

Bei dem Brand in dem 16-Geschosser Gamigstraße 22 (Prohlis) ist am Neujahrstag eine Person ums Leben gekommen. Ersten Ermittlungen zufolge handelt es sich wahrscheinlich um eine Frau, sagte gestern Polizeisprecherin Jana Ulbricht.

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(Symbolfoto)

Quelle: Dirk Knofe

  Zur Identität der Frau sagte sie nichts. „Wir haben einen Verdacht, wollen aber nicht spekulieren“, stoppte Ulbricht weitere Nachfragen. So bleibt vorübergehend auch offen, ob die Frau die Mieterin der Brandwohnung im 15. Stock ist oder aus welchem anderen Grund sie sich dort aufhielt.

Am Neujahrstag selbst war nur von einer vermissten Person die Rede. Hinter vorgehaltener Hand war aber auch da schon zu hören, dass ein Mensch in dem Feuer ums Leben gekommen sein könnte. Aufschluss über die Identität der Toten soll nun eine Untersuchung der Leiche in der Gerichtsmedizin bringen. Diese Untersuchung ist in der kommenden Woche geplant. „Da ist wahrscheinlich ein DNA-Abgleich nötig“, meint Ulbricht, die davon ausgeht, dass die Beamten erst Mitte Januar Klarheit haben über die Identität der Frau.

Als sicher gilt indes bereits, dass es sich bei dem Feuer um einen „folgenschweren, tragischen Unglücksfall“ handelt, so Ulbricht. Der Brand sei weder vorsätzlich noch von außen gelegt worden. Dafür gebe es „keinerlei Anhaltspunkte“, sagte Ulbricht. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass fahrlässige Brandstiftung oder ein technischer Defekt die Ursache für das Feuer waren. „Wir können nicht ausschließen, dass Pyrotechnik im Spiel war, schließlich handelte es sich um den Neujahrstag“, so die Polizeisprecherin.

Die Schadenshöhe ist noch offen. Weil die Brandwohnung im 15. Stock praktisch komplett zerstört wurde, sei der Schaden in Euro nur schwer zu ermitteln, begründete Ulbricht. „Das macht auch die Ursachenforschung nicht leichter.“

Das Haus wird von der Gagfah verwaltet. Unternehmenssprecherin Bettina Benner sagte, dass die Mieter von 12 Wohnungen das Gebäude vorläufig verlassen mussten. Eine Wohnung in unmittelbarer Nachbarschaft zur Brandwohnung wurde so schwer in Mitleidenschaft gezogen, dass sie vorübergehend nicht genutzt werden kann. Die anderen elf Wohnungen konnten gleich wieder bezogen werden. Zur Höhe des Sachschadens konnte auch sie noch nichts sagen.

cs

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