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Autoklau: Skoda Octavia führt weiterhin Diebstahlsstatistik in Dresden an

Autoklau: Skoda Octavia führt weiterhin Diebstahlsstatistik in Dresden an

Das vergangene Jahr war übel für Dresdner Skodabesitzer und das neue Jahr wird es offenbar auch. Die Polizei registrierte 2012 einen Allzeit-Rekord beim "Octavia"-Klau, 196 Autos dieses Typs wurden im vergangenen Jahr in Dresden gestohlen.

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Gegen Skodadiebe scheint in Dresden kein Kraut gewachsen. Der "Octavia" führt auch in diesem Jahr weiter die Diebstahlsstatistik an.

Quelle: Martin Förster

Und es geht genau so weiter: Schon wieder führt dieser Autotyp die Diebstahlsstatistik an. Die Polizei registrierte bis gestern elf Taten.

Es scheint kein Kraut gewachsen gegen die Skodadiebe. Die Gesamtstatistik zeigt sogar: Nicht nur Platz 1 belegte diese Marke in Dresden im vergangenen Jahr, auf Rang drei folgte der kleine Bruder des "Octavia", der Fabia, allerdings mit großem Abstand zum "Liebling der Autodiebe". 61 Skoda Fabia wurden 2012 in Dresden gestohlen.

Die Jahresbilanz spricht eine eindeutige Sprache. Demnach ist es der Polizei nicht nachhaltig gelungen, die Skodadiebe in die Schranken zu weisen. Doch beim Blick auf die Quartalszahlen ergibt sich ein anderes Bild. Demnach ist die Zahl der Taten im zweiten Halbjahr 2012 deutlich zurückgegangen. 122 Taten zwischen Januar und Juni 2012 stehen in der Zeit ab Juni bis Ende Dezember "nur" 74 Taten gegenüber. "Unser Einsatz hat seine Wirkung erzielt", erklärt Polizeisprecher Thomas Geithner diese Entwicklung und hat dabei die "Operation Helios" im Blick. Anfang Juli wurde der Großeinsatz gestartet, drei Wochen lang waren damals täglich bis zu 150 Beamte zusätzlich im Einsatz, um Autos zu kontrollieren, auf den Straßen tags und nachts Präsenz zu zeigen und Verdächtige zu überprüfen. Polizeipräsident Dieter Kroll kündigte danach an, weiter auf einzelne Bausteine der "Operation Helios" zu setzen, um gegen Autodiebe vorzugehen. Dazu gehörten unter anderem Streifengänge in Zivil und Fahrzeugkontrollen an Ausfallstraßen. Im Oktober folgte schließlich der zweite große "Helios"-Einsatz, bei dem wieder hunderte Beamte zusätzlich auf den Straßen aktiv waren.

Geithner stellte nun rückblickend fest, solche groß angelegten Fahndungskontrollen seien geeignet, um den Autoklau "zumindest zeitweise zu verdrängen". Nachhaltig sei das allein aber nicht. Schon weil dafür viel Personal gebraucht wird, könne so etwas keine Standardmaßnahme für den Alltag sein.

Die Fahnder setzen stattdessen verstärkt auf die Zusammenarbeit mit den Kollegen in Polen und Tschechien. Das wurde zuletzt in Dresden während der Motorradmesse deutlich. Dabei waren zum ersten Mal auch Beamte aus der Wojewodschaft Wroclaw in Dresden zu Gast. Gemeinsam mit der sächsischen Landespolizei informierten sie über ihre Arbeit gegen Autodiebe und präsentierten unter anderem so etwas wie ein Nagelbrett. Solche Barrieren darf die Polizei in Polen einsetzen, um flüchtende Autos zu stoppen. Außerdem war am Polizeistand ein Heft in deutscher und polnischer Sprache mit dem Titel "Schutz rund ums Kraftfahrzeug" zu haben. Ob solche Bemühungen Skodadiebe einschüchtern können, ist derzeit noch nicht abzusehen. Die aktuellen Zahlen sprechen eine andere Sprache.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 31.01.2013

Springer, Christoph

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