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Autoeinbrüche – Dresdner Polizei erklärt, wie sie Spuren ermittelt

Autoeinbrüche – Dresdner Polizei erklärt, wie sie Spuren ermittelt

Autoknacker sollten sich in Acht nehmen, denn wenn die Spurensicherung der Dresdner Polizei anrückt, bleibt kein Fehler, den sie beim Bruch gemacht haben, unentdeckt.

Auf dem Hinterhof der Polizeidirektion wurde am Montag ein Dienstwagen mit Spuren präpariert und ein Einbruch simuliert, um das Können der 20 Mann starken Einheit zu demonstrieren.

Ein Szenario, das in den vergangenen Wochen und Monaten in Dresden immer häufiger anzutreffen war. Mittlerweile sieht die Dresdner Polizei sich genötigt, in der ganzen Stadt Lockautos des bei Dieben beliebten Models Skoda Octavia zu platzieren, um die Täter auf frischer Tat zu ertappen. Diese werden immer dreister und können beinahe jede Sicherheitsbarriere überwinden.

Der moderne Autodieb schließt nicht mehr einfach den Wagen kurz, sondern greift zu raffinierteren Mitteln. Mit einem Diagnosegerät, wie man es auch in Autowerkstätten findet, übernimmt er die Kontrolle über die Wegfahrsperre und startet den Motor. Die Buchse hierfür befindet sich bei den meisten Modellen hinter der Mittelkonsole. Scheitert der Langfinger bei seinem Versuch, das Auto in Bewegung zu setzen, kommen die Kriminaltechniker zum Einsatz.

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Gegenwärtig sind aus der 20 Männer und Frauen umfassenden Einheit der Kriminaltechniker regelmäßig elf vor Ort am Tatort im Einsatz.

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„Die meisten Autoknacker gehen davon aus, dass sie sich mit der Beute erfolgreich absetzen können. Deshalb ziehen sie keine Handschuhe an und verhalten sich überaus unvorsichtig“, freut sich Kriminal Kommissar Mario Mickan über die leichtsinnigen Diebe. „Wir brauchen nur die herausgelöste Abdeckung mit Adhäsionspulver bepinseln und die Fingerabdrücke werden sichtbar.“ Wenn keine Fingerabdrücke vorhanden sind, suchen die Beamten nach DNA-Spuren, die eine eindeutige Zuordnung zum Täter ermöglichen.

Doch es geht auch noch einfacher. Vor nicht allzu langer Zeit, habe ein Täter sogar seine Krankenversichertenkarte im Fußraum eines Autos liegen gelassen, erzählt Mickan. Neben dem Rückblick auf häufig anzutreffende Muster von Autodiebstählen, gaben die Beamten bei dem Termin auch noch Tipps, wie man sich verhalten soll, wenn man einen Einbruch bei seinem Auto festgestellt hat.

Mehr erfahren sie in der gedruckten Ausgabe der DNN vom 10. Juli 2012

Hauke Heuer

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