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Aus dem Landgericht Dresden: Mitarbeiterin prellte Krankenkasse

Sozialbetrug Aus dem Landgericht Dresden: Mitarbeiterin prellte Krankenkasse

Was Michaela R. da über Jahre abgezogen hat, war schon eine dreiste Nummer. Die brachte ihr jetzt einen Platz auf der Anklagebank des Landgerichts ein. Die Staatsanwaltschaft warf ihr besonders schwere Untreue in 33 Fällen vor.

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Eine Krankenkassen-Mitarbeiterin stand am Donnerstag in Dresden vor Gericht.
 

Quelle: dpa

Dresden. Das war schon eine dreiste Nummer die Michaela R. da über Jahre abgezogen hat. Die brachte ihr jetzt einen Platz auf der Anklagebank des Landgerichts ein. Die Staatsanwaltschaft warf ihr besonders schwere Untreue in 33 Fällen vor.

Die junge Frau arbeitete seit Januar 2011 als kaufmännische Sachbearbeiterin bei der gesetzlichen Krankenversicherung IKK classic. Knapp zwei Monate später hatte sie einen Dreh gefunden, ihren Arbeitgeber in die Taschen zu greifen. Sie manipulierte Erstattungsanträge, die Arbeitgeber an die Kasse gestellt hatten. Waren die Anträge bearbeitet, stellte sie die Gelder noch einmal ein und überwies sie auf eigene Konten. Zwischen März 2011 und September 2013 erschlich sie sich so rund 111 000 Euro. Eigentlich noch 70 000 Euro mehr – aber diese Summe konnte zurückgebucht werden. Irgendwann war der Krankenkasse aufgefallen, dass da etwas nicht stimmte und man begann, die Sache zu untersuchen. Als Michaela R. merkte, dass da etwas im Busch ist, setzte sie sich mit der ergaunerten Summe ab. Sie war plötzlich vom Erdboden verschwunden. Die Krankenkasse und die Staatsanwaltschaft, die inzwischen die Ermittlungen begonnen hatten, suchten vergeblich nach ihr.

Da half Kommissar Zufall: Mitarbeiter der IKK waren Reiseberichte aufgefallen, die von einer Michaela R. Stammten. Sollte das ihre frühere Kollegin sein? Sie war es. Die Angeklagte hatte Schottland zu ihrer neuen Wahlheimat erklärt, arbeitete dort als Reiseleiterin für ein deutsches Tourismusunternehmen und organisierte Rundreisen durch die Region. Da kann man nicht meckert: ein angenehmer Job, schöne Gegend, genügend Geld in der Tasche. Aber Michaela R. hatte ihr Glück zu sehr strapaziert. Durch ihre Reiseberichte flog die ganze Sache auf. Die Staatsanwaltschaft stellte einen Auslieferungsantrag, dem wurde stattgegeben und die 33-Jährige am 27. August vergangenen Jahres an die deutschen Behörden übergeben. Seitdem sitzt sie in U-Haft. Am Donnerstag begann ihr Prozess. Am Freitag werden die ersten Zeugen gehört.

Von Monika Löffler

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