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Aus dem Landgericht Dresden: Marokkaner muss neun Jahre hinter Gitter

Neun Jahre Haft Aus dem Landgericht Dresden: Marokkaner muss neun Jahre hinter Gitter

Naafa B konnte es am Montag nicht fassen. Präsentierte er sich vorher sehr selbstbewusst, kamen ihm nach dem Urteil im Landgericht die Tränen - neun Jahre Haft wegen schwerer Vergewaltigung und gefährlicher Körperverletzung.

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Neun Jahre Haft wegen schwerer Vergewaltigung und gefährlicher Körperverletzung.

Quelle: Carola Fritzsche

Dresden.. Naafa B konnte es am Montag nicht fassen. Präsentierte er sich vorher sehr selbstbewusst, kamen ihm nach dem Urteil im Landgericht die Tränen - neun Jahre Haft wegen schwerer Vergewaltigung und gefährlicher Körperverletzung. Die Große Strafkammer unter Vorsitz von Joachim Kubista sah es als erwiesen an, dass der 30-jährige Marokkaner am Nachmittag des 17. September 2015 eine junge Frau an der Nossener Brücke missbrauchte und verletzte. Er hatte sein Opfer von hinten umklammert, mit einer Glasscherbe am Hals geschnitten, an den Haaren ins Gebüsch gezogen, geschlagen, mit dem Tode bedroht und, da der Geschlechtsverkehr scheiterte, zwei Mal Oralsex erzwungen.

Naffa B. hatte eine völlig andere Variante erzählt. Er habe an jenem Tag reichlich Alkohol getrunken und Kokain konsumiert. In einem Park sei er von ihr angesprochen worden. Man habe sich lange unterhalten und dann sei sie ihm sozusagen an die Wäsche gegangen. Später, so Naafa B., sei ihr Freund mit einem anderem Mann gekommen und beide hätten ihn mit Fäusten zu Boden geschlagen und mit einer kaputten Flasche am Arm verletzt. Die Verletzungen gab es, ziemlich tiefe Schnittwunden. Woher sie stammen, konnte nicht geklärt werden. Andere Verletzungen, wie sie durch Faustschläge entstehen, hat der Gerichtsmediziner nicht entdeckt.

Auch Alkohol und Kokain konnten bei Blutproben nicht nachgewiesen werden. Es war auch keine Zeit für eine längere Plauderei mit dem Opfer. Die Frau, so eine Kollegin, habe ihre Arbeitsstelle verlassen, um ihr Kind aus der Kita zu holen und sei eine Viertelstunde später völlig aufgelöst wieder erschienen. Erst dann rief sie ihren Freund an. Der Angeklagte hatte die Frau vehement der Lüge bezichtigt. Er selbst nahm es mit der Wahrheit allerdings auch nicht so genau. Eine "abenteuerliche Geschichte" nannte denn auch Richter Kubista die Version des Angeklagten.

Monika Löffler

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