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Amtsgericht Dresden: Zwei Jahre ohne Bewährung für dreisten Betrug

Pflegbedürftigen Mann und Therapeutin beklaut Amtsgericht Dresden: Zwei Jahre ohne Bewährung für dreisten Betrug

„Ich hätte einfach zu Hause bleiben sollen, denn ich hatte wieder einen ,Impuls’ gespürt“, erklärte Sigritta B. am Montag im Amtsgericht. „Impuls“ bedeutet, das sie ihre Finger nicht im Griff hat – also schlicht und ergreifend klaut und betrügt.

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Die 51-Jährige ist erheblich vorbestraft, hat auch schon in Haft gesessen – ist aber unbelehrbar und strafresistent.

Quelle: dpa

Dresden. „Ich hätte einfach zu Hause bleiben sollen, denn ich hatte wieder einen ,Impuls’ gespürt“, erklärte Sigritta B. am Montag im Amtsgericht. „Impuls“ bedeutet, das sie ihre Finger nicht im Griff hat – also schlicht und ergreifend klaut und betrügt. Die 51-Jährige ist erheblich vorbestraft, hat auch schon in Haft gesessen – ist aber unbelehrbar und strafresistent. Nun musste sie sich wieder einmal vor dem Amtsrichter verantworten. Die Staatsanwaltschaft warf ihr vor, in zwei Fällen EC-Karten gestohlen und damit bei verschiedenen Banken Geld abgehoben und eingekauft zu haben. Einmal klaute sie in einer Seniorenresidenz aus dem Zimmer eines pflegebedürftigen Mannes dessen EC-Karte und versuchte damit in mehreren Banken an Bares zu kommen. Es gelang ihr nur einmal. Mehr Glück hatte sie mit der EC-Karte einer Therapeutin eines Altenheimes, bei der sie selbst in Behandlung war. Damit räumte sie insgesamt 2460 Euro ab und bezahlte auch noch einen Einkauf.

Die Angeklagte räumte die Vorwürfe zwar ein, begründete sie aber mit einem psychischen Problem – sie sei krank und könne nicht anders, sprich: pathologisches Stehlen oder Kleptomanie. Nur redet sich die Angeklagte da wohl etwas schön. Der Gutachter bescheinigte ihr zwar eine Persönlichkeitsstörung, nur ist die nicht so erheblich, das sie eine Strafminderung rechtfertigt. Richter Arndt Fiedler verurteilte sie zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren. Da sie bei den Taten unter Bewährung stand, muss sie die auch absitzen.

Den Geschädigten wurde der Schaden übrigens nicht, wie sonst üblich, von den Banken zurück erstattet. Beide hatten grob fahrlässig gehandelt. Dass man den Pin nicht auf die EC-Karte schreibt, oder auf einem Zettel und den auf die Hülle klebt, sollte sich herumgesprochen haben. So blieben sie auf dem Schaden sitzen.

ml

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