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Airbus-Teil stürzt in Dresdner Vorgarten - Polizei und Werk ermitteln

Airbus-Teil stürzt in Dresdner Vorgarten - Polizei und Werk ermitteln

Ein Flugzeugteil hat sich am vergangenen Montag von einem startenden Airbus gelöst und ist in einem Dresdner Vorgarten gelandet. Die Bewohner des Grundstücks an der Döbelner Straße in Trachenberge waren zum Glück nicht anwesend, als die Platte das Haus streifte und im Garten niederging.

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Das beim Start verlorene Bauteil ist eine der Platten, die die Hydrauliktechnik des Seitenleitwerks am Airbus abdeckt.

Quelle: Marvin Steglich

Das 1,50 Meter lange und 50 Zentimeter breite Teil stammte vom Seitenleitwerk des Airbus A300-600, der bei den Dresdner Elbe Flugzeugwerken gerade für einen chinesischen Kunden zu einem Frachtflugzeug umgerüstet wird. Die Platte besteht aus einem sehr leichten Faserverbundstoff und wiegt etwa drei Kilogramm. Das heißt, sie segelte mehr, als dass sie fiel. Was wohl einer der Gründe dafür gewesen sein dürfte, dass sie ihren Ausflug gänzlich unbeschadet überstanden hat. Warum sie sich löste, als die Maschine gegen 11.30 Uhr in Richtung Westen in Klotzsche abgehoben hatte, ist noch offen.

Christopher Profitlich, Sprecher der Elbe Flugzeugwerke in Dresden, sagte auf DNN-Anfrage, man suche intensiv nach den Gründen für die Panne.

Die Polizei hat die Kunststoffplatte am Montag sichergestellt. Sie ermittelt wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr. Auch die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung in Braunschweig wurde eingeschaltet.

Die Platte hatte sich kurz nach dem Start selbstständig gemacht und war etwa 300 Meter südlich der Flugschneise niedergegangen, in der die Maschinen Richtung Südwesten über Dresden starten oder nach Klotzsche einschweben. Ehe sie die Wiese erreichte, touchierte sie noch den Neubau, richtete dabei aber keinen Schaden an, erklärte Polizeisprecherin Jana Ulbricht.

"Die Sicherheit war nicht gefährdet", sagte EFW-Sprecher Profitlich zum weiteren Verlauf des Testflugs nach der Havarie. "Die Crew hat das gar nicht mitbekommen", der Schaden habe keinen Einfluss auf das Flugverhalten der Maschine gehabt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 24.07.2015

Christoph Springer

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