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Ärger um Polizeieinsatz am Montag: Beamte ließen Menschen nicht zur Demo gegen Pegida durch

Ärger um Polizeieinsatz am Montag: Beamte ließen Menschen nicht zur Demo gegen Pegida durch

Der Einsatz der Polizei am Montagabend anlässlich der Pegida-Kundgebung und der Gegendemo des Bündnis Nazifrei sorgt auch am Dienstag für Gesprächsstoff.

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Die Beamten hatten das Terrassenufer komplett abgeriegelt.

Quelle: Stephan Lohse

Bündnis-Sprecher Silvio Lang warf den Beamten am Montag vor, die Einsatzkräfte hätten viele Teilnehmer daran gehindert, den Schlossplatz zu erreichen. Die Polizei räumte am Dienstag fehlendes Fingerspitzengefühl ein.

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Tausende Menschen protestierten am Montagabend erneut in Dresden: Auf der einen Seite die Islam- und Systemkritiker von "Pegida". Ihnen stellten sich tausende in den Weg, die für Toleranz und Menschlichkeit demonstrierten.

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Unter anderem berichteten Teilnehmer des Friedensgebetes in der Kreuzkirche, dass es ihnen nicht möglich war, durch die Altstadt zum Schlossplatz zu gelangen. Die Zugänge Georgentor und Brühlsche Terrasse waren abgesperrt. Die Einsatzkräfte schickten die Menschen auf den halbstündigen Fußweg über die Carolabrücke und die Neustädter Elbseite, um über die Augustusbrücke zum Schlossplatz zu gelangen. „Auf Nachfrage bei den Beamten wurde dies nur mit ‚Pufferzone’ oder ‚Sie hätten ja eher da sein können’ begründet“, berichtet der Dresdner Felix Ruhnow gegenüber DNN-Online.

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Mit Fahrzeugen hatten die Beamten fast alle Zugangswege zum Schlossplatz blockiert.

Quelle: DNNOnline

„Um ein Aufeinandertreffen der gegensätzlichen Lager bei der Anreise zu verhindern, sollte der Zugang zu den Kundgebungen aus gegensätzlichen Richtungen erfolgen: Pegida aus Richtung Postplatz bzw. Bernhard-von-Lindenau-Platz, Teilnehmer der Gegendemonstration aus Richtung Augustusbrücke. Dass dieses Konzept für den einen oder anderen Teilnehmer beider Veranstaltungen einen Mehraufwand bedeutet, war uns bewusst. Aufgrund der allgemeinen aufgeheizten Stimmung halten wir es aber grundsätzlich für richtig“, so Polizeisprecher Thomas Geithner. „Diese grundsätzliche Ausrichtung sollte nicht so starr sein, das man konkrete Einzelfälle nicht auch speziell regelt oder individuelle Lösungen findet. Möglicherweise haben einige Kollegen hier das notwendige Fingerspitzengefühl vermissen lassen“, so Geithner weiter.

Dass dies teilweise auch funktionierte, zeigt ein Blick auf die Gegenseite. Laut Polizeibericht hatten die Beamten rund 300 Teilnehmer der Pegida-Kundgebung vom Fürstenzug über den Schlossplatz eskortiert. Geithner kündigte an, dass die Polizei die Probleme bei den bevorstehenden Demos im kommenden Jahr berücksichtigen werde: „Wir werden diese Kritik bei unserer Einsatznachbereitung und natürlich beim nächsten Einsatz berücksichtigen.“

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sl

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