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51-jähriger Dresdner nur wegen Körperverletzung mit Todesfolge verurteilt

Nach Streit unter Trinkern 51-jähriger Dresdner nur wegen Körperverletzung mit Todesfolge verurteilt

Er war wegen Totschlags angeklagt - verurteilt haben ihn die Dresdner Richter jedoch wegen Körperverletzung mit Todesfolge. Sie glaubten dem 51-Jährigen, dass er seinen 67-jährigen Bekannten nicht töten wollte, und verhängten eine Freiheitsstrafe von fünffeinhalb Jahren.

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Die Staatsanwaltschaft hatte sieben Jahre gefordert. Die Verteidigung war hingegen von Notwehr ausgegangen und hatte dafür plädiert, von einer Strafe abzusehen.

Quelle: dpa

Dresden. Er war wegen Totschlags angeklagt - verurteilt haben ihn die Dresdner Richter jedoch wegen Körperverletzung mit Todesfolge. Sie glaubten dem 51-Jährigen, dass er seinen 67-jährigen Bekannten nicht töten wollte, und verhängten eine Freiheitsstrafe von fünffeinhalb Jahren. Zudem wertete das Landgericht Dresden strafmildernd, dass der Arbeitslose zuvor von dem späteren Opfer angegriffen und selbst lebensbedrohlich verletzt worden war. Der Alkoholeinfluss hingegen habe seine Steuerungsfähigkeit nicht eingeschränkt, da der Angeklagte seit mehr als 20 Jahren Probleme mit dem Trinken und mehrere Therapien abgebrochen habe, hieß es. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Die Staatsanwaltschaft hatte sieben Jahre gefordert. Die Verteidigung war hingegen von Notwehr ausgegangen und hatte dafür plädiert, von einer Strafe abzusehen. Der 51-Jährige hatte die Messerattacke zugegeben und gegenüber der Familie des Opfers Reue gezeigt.

Die Männer wegen des vermeintlichen Diebstahls einer Geldbörse in Streit geraten. Zunächst hatte der Ältere dem Jüngeren ein Stilett in den Rücken gestochen. Der Angeklagte hatte sich zunächst die Wunde angeschaut - und dann dem Angreifer ein Messer in die Brust gerammt. Der 67-Jährige war verblutet. Die Geldbörse wurde später in der Wohnung des Opfers gefunden - hinter einem Schrank.

dpa

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