Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -2 ° wolkig

Navigation:
Google+
4500 Polizisten im Einsatz - Beamte melden 50 Verletzte und ebenso viele Festnahmen

4500 Polizisten im Einsatz - Beamte melden 50 Verletzte und ebenso viele Festnahmen

Dresden. 50 verletzte Polizisten und mehr als 50 Festnahmen lautet die vorläufige Bilanz der Polizei zu den Geschehnissen am 19. Februar in Dresden.

Polizeipräsident Dieter Hanitzsch bilanzierte am späten Abend einen schweren Einsatz: „Der Tag war geprägt von Angriffen gewalttätiger Personen, die sich insbesondere gegen Polizeibeamte richteten. Aus diesem Grund gilt mein besonderer Dank den rund 4.500 Einsatzkräften aus verschiedenen Ländern sowie den Kollegen der Bundespolizei. Durch ihr Engagement und professionelles Handeln konnten die teilweise prekären Situationen bereinigt werden."

In der Nacht zum Sonntag sei es dann friedlich geblieben. Die Polizei verhinderte nach eigenen Angaben durch ein massives Aufgebot von Beamten in der Nacht gewaltsame Ausschreitungen zwischen Anhängern des linken und rechten Lagers.

Laut Polizei waren rund 1100 Rechtsextreme in Dresden beteiligt, 600 in einer Kundgebung am Hauptbahnhof, 500 weitere in Plauen. Denen standen mehrere tausend Gegendemonstranten entgegen, darunter laut Ordnungshütern „zahlreiche gewalttätige Personen". Zudem hätten die Gegner des Nazi-Aufmarschs gezielt die Kontrollstellen der Polizei umgangen.

Mehrfach seien Polizisten mit Steinen, Flaschen und Feuerwerkskörpern angegriffen worden. Die Polizei reagierte mit Wasserwerfern und Reizgas. Am Neustädter Markt griffen Gewaltbereite laut Meldung einen Bus an, der auf dem Weg zum Versammlungsgelände der Rechtsradikalen war. Zudem wurde die Außenstelle des Polizeireviers Mitte in der Kaitzer Straße mit Steinen beworfen, dabei gingen mehrere Scheiben zu Bruch.

Am Rand der friedlichen Proteste ist es am Samstag auch zu massiven Angriffen Linksradikaler auf Polizisten gekommen. Die Beamten sprachen bereits am Mittag von tausenden Gewaltbereiten. Mehrfach wurden Barrikaden aufgebaut und angezündet. Vor allem im Bereich der Gutzkowstraße berichteten Augenzeugen von regelrechten Straßenschlachten zwischen Polizei und Autonomen. Mehr als 50 Polizisten wurden laut Mitteilung verletzt.

Rund um den Strehlener Platz kam es am Mittag zu den heftigsten Zusammenstößen. Autonome hatten eine Baustelle geplündert und zahlreiche Barrikaden errichtet. Nur mit hohem Einsatz konnten die Beamten die Menschen zurückdrängen.

Im Bereich des Wernerplatzes sowie der Freiberger Straße kam es zum Aufeinandertreffen zwischen dem rechten und dem linken Lager. Auch in Plauen gab es am Abend direkten Kontakt zwischen Rechts- und Linksaußen. Gegen 18 Uhr habe sich dort die Lage beruhigt.

Bis zum Abend wurden über 50 Personen unter anderem wegen Verstößen gegen das Versammlungsgesetz, Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte und Körperverletzungsdelikte verhaftet. Zudem wurden die Identitäten von etwa 200 Personen festgestellt.

sl / dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Polizeiticker Dresden
Feuerwehren: Rufnummern und Adressen

Bei Bränden und Notfällen erreichen Sie hier die Feuerwehren vor Ort. mehr

Schmutz vor der Haustür, Graffito an Wand. Informieren Sie das Dresdner Ordnungsamt. mehr

Die Polizei gibt Tipps, wie sich Mieter und Hausbesitzer besser gegen Einbrecher wappnen können.mehr