Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Google+
32-Jähriger in Asylbewerberheim in Dresden-Löbtau erstochen

32-Jähriger in Asylbewerberheim in Dresden-Löbtau erstochen

Ein 32 Jahre alter Mann ist bei einem Messerangriff in einem Dresdner Asylbewerberheim getötet worden. Die Polizei nahm einen tatverdächtigen Landsmann des Opfers fest.

Voriger Artikel
Feuerwehr Dresden erhält neuen Einsatz-Leitwagen und zeichnet Ehrenamtlerin aus
Nächster Artikel
Zwölfjähriger zündelt im Keller eines Dresdner Mehrfamilienhauses

Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln wegen Totschlags.

Quelle: Stephan Lohse

Die beiden Männer waren am frühen Sonntagmorgen in Streit geraten, wie die Polizei mitteilte. Im Verlauf dieser Auseinandersetzung erlitt das Opfer schwerste Verletzungen durech Messerstiche. Der Mann starb trotz medizinischer Notversorgung in dem Heim. Der 28 Jahre alte Verdächtige wurde in der Nähe des Tatorts festgenommen.

„Es liegt noch vollkommen im Dunkeln, warum die Männer in Streit geraten sind und warum er eskaliert ist“, sagte ein Sprecher der Polizei in Dresden. Bewohner des Heims und Anwohner hätten die Einsatzkräfte wegen der lauten Auseinandersetzung gegen 6.30 Uhr alarmiert. Auch ein Rettungswagen sei schnell vor Ort gewesen. Für das Opfer konnten die Rettungskräfte jedoch nichts mehr tun. Der 32-Jährige habe „massive Stichverletzungen“ gehabt.

Die Leiche solle obduziert werden, um die genaue Todesursache zu klären. Die Ermittler stellten am Tatort ein Messer sicher. Nun müsse geprüft werden, ob es sich dabei um die Tatwaffe handelte, sagte der Polizeisprecher. Der 28 Jahre alte mutmaßliche Täter sei von der Polizei bereits befragt worden. Wie er sich geäußert habe, wollte der Sprecher jedoch nicht sagen. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln wegen Totschlags.

Im März hatte es in einem Flüchtlingsheim in Plauen einen ähnlichen Fall gegeben. Dabei wurde ein 35-Jähriger während eines Streits von einem 36 Jahre alten Mitbewohner erstochen. Im Januar wurde zudem in Dresden ein 20 Jahre alter Asylbewerber mit mehreren Messerstichen getötet. Öffentlich wurde vielfach ein fremdenfeindlicher Hintergrund vermutet, später nahm die Polizei jedoch einen tatverdächtigen Mitbewohner fest.

Das Heim an der Tharandter Straße, in dem etwa 40 Menschen Unterkunft finden können, war erst im Februar eröffnet worden ( DNN berichteten). Die Stadt hatte zuvor zum Tag der offenen Tür geladen.

phpba0cf180ca201501301434.jpg

Auch Sachsens Integrationsministerin Petra Köpping (SPD, mitte), schaute am Freitag vorbei.

Zur Bildergalerie

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Polizeiticker Dresden
Feuerwehren: Rufnummern und Adressen

Bei Bränden und Notfällen erreichen Sie hier die Feuerwehren vor Ort. mehr

Schmutz vor der Haustür, Graffito an Wand. Informieren Sie das Dresdner Ordnungsamt. mehr

Die Polizei gibt Tipps, wie sich Mieter und Hausbesitzer besser gegen Einbrecher wappnen können.mehr