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27 neue Wachpolizisten für Dresden

Zusätzliches Personal 27 neue Wachpolizisten für Dresden

Vor knapp drei Monaten haben in Sachsen die ersten 47 Wachpolizistinnen und -polizisten ihren Dienst in Dresden und Leipzig angetreten. In der Landeshauptstadt sind noch alle 25 Wachpolizisten im Dienst. Die Polizeidirektion Dresden teilte sie drei verschiedenen Bereichen zu.

27 neue Wachpolizisten für Dresden

Quelle: dpa

Dresden. Vor knapp drei Monaten haben in Sachsen die ersten 47 Wachpolizistinnen und -polizisten ihren Dienst in Dresden und Leipzig angetreten. In der Landeshauptstadt sind noch alle 25 Wachpolizisten im Dienst. Die Polizeidirektion Dresden teilte sie drei verschiedenen Bereichen zu: Jeweils acht Sicherheitsleute sind in den Fachdiensten „Objektschutz“ und „Zentrale Aufgaben“, sprich dem Zentralen Polizeigewahrsam tätig, die verbliebenen neun bilden eine zentrale Komponente. Diese übernimmt anlassbezogene Aufgaben, beispielsweise die mögliche Bewachung von Festgenommenen während der Bilderbergkonferenz oder der Bunten Republik Neustadt.

Der sächsische Innenminister Markus Ulbig (CDU) verwehrt sich grundlegender Kritik an seinem Sicherheitskonzept, wie durch die Gewerkschaft der Polizei: „Die Bezeichnung als Hilfspolizei ist nicht nur in der Sache falsch. Sie wird allen Frauen und Männern ungerecht, die ihren Dienst als Wachpolizisten engagiert versehen und später Vollzugspolizisten werden wollen.“

Die Wachpolizei ist im regulären Schichtsystem der Polizeibeamten integriert, daher führt die Polizeidirektion keine separaten Statistiken zu den Einsätzen. In erster Linie laufen die Wachpolizisten im Rahmen des Objektschutzes an Erstaufnahmeeinrichtungen des Freistaates sowie kommunalen Sammelunterkünften für Flüchtlinge Streife – egal, ob die Objekte belegt oder nicht belegt sind oder sich noch in der Planung befinden. Darüber hinaus werden bei freien Kapazitäten und entsprechend der Gefahrenlage auch andere Objekte bewacht. „Sachverhalte, die ein Einschreiten der Wachpolizisten an den Objekten zur Folge gehabt hätten, gab es bislang nicht“, erklärt Thomas Geithner, Pressesprecher der Polizeidirektion Dresden. Im Rahmen von Abschiebungen hat die Polizeidirektion Dresden bislang keine Wachpolizisten eingesetzt.

„Selbstverständlich benötigen die neuen Wachpolizisten erfahrene Kollegen, die sie führen. Ich denke, das ist alternativlos“, so Geithner weiter. Dies habe zur Folge, dass Polizeibeamte aus ihrer bisherigen Funktion heraus genommen und mit der Führung beauftragt wurden. In der Summe überwiege jedoch die Entlastung durch 25 Wachpolizisten im Verhältnis zu den zwei abgestellten Kollegen deutlich, bewertet Geithner den Nutzen des Projektes.

Der zweite Ausbildungsgang mit 89 Anwärtern endete am vergangenen Mitwoch. Einen Tag später fanden sich die neuen Rekruten bereits in den Dresdner Dienststellen ein. Die 27 Wachpolizisten beginnen heute ihren offiziellen Dienst. „An Arbeit wird es sicherlich nicht fehlen, auch wenn sich der Schwerpunkt aufgrund der geringeren Flüchtlingszahlen verschieben wird“, beschreibt Geithner die Aufgabe der neuen Rekruten. Beim Objektschutz und der Personenbewachung gebe es auf jeden Fall ausreichend Entlastungspotenzial.

Auch Ulbig sieht genug Einsatzmöglichkeiten: „Wir werden zunächst weitere Erfahrungen sammeln. Danach werden wir prüfen, ob das Aufgabenfeld der Wachpolizei entsprechend angepasst werden muss oder sogar erweitert werden kann.“ Darüber hinaus freue er sich, dass das sächsische Modell der Wachpolizei auch beim Bund auf Interesse stößt und stimmt dem Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) in seiner Einschätzung zu. „Die Wachpolizei ist ein zukunftsfähiges Modell, um rasch auf veränderte Lagebedingungen bei der Polizei zu reagieren“, ist Ulbig überzeugt.

Von Paul Felix Michaelis

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