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"schriftgut" und "spielraum" überraschen mit mehr Spiel, Raum und Stoff

Messen "schriftgut" und "spielraum" überraschen mit mehr Spiel, Raum und Stoff

Die Messen schriftgut und spielrau sind fast paritätisch besetzt. Auf der schriftgut präsentieren sich insgesamt 76 Aussteller, im spielraum tummeln sich 73 Aussteller. Bekanntes wiederentdecken und neu interpretieren, das gilt für beide.

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Heike Wohlfarth vom Mittelpunkt Buch e.V. zeigt westliche Kalligraphie.

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden. Schulhund Tango ist Frühaufsteher, er kann rechnen und Kinder zum Sprechen bringen. Gleich zu Beginn des Schulerlebnistages am Freitag bei der Lesemesse "schriftgut" werden rund 600 angemeldete Kinder und ihre Lehrer die Bekanntschaft mit einem der vier sächsischen Schulhunde machen können.

Wenn Schule auf den Hund kommt, muss das nichts Schlechtes heißen. Tiergestütztes Spielen und Lernen ist ein neues Angebot für Schulen und Kindergärten und auf der Lesemesse. Doch das ist nur eine Novität.

Während Hightech- und Business-Messen über rückläufige Ausstellerzahlen klagen, verdoppeln in der Dresdner Messe Aussteller ihre Flächen, andere melden sich ganz neu an. Beide Messen sind fast paritätisch besetzt. Auf der schriftgut präsentieren sich insgesamt 76 Aussteller, im spielraum tummeln sich 73 Aussteller.

Eins gleich vorweg, alle angebotenen Spiele, ob analog oder virtuell, am Brett oder auf dem Teppich, alle Spiele bleiben auf selbigem. Die Angebote sind aus sich selbst heraus friedlich. Auseinandersetzungen könnte es lediglich geben, wenn das Spiel zu Ende sein muss, weil die Familie nach Hause möchte.

Super Mario darf jetzt auch zur Ü30 Party. Er will sein Jubiläum an allen drei Tagen mit den Messebesuchern feiern. Dazu lädt er auch gleich Batman, Gandolf und die Simsons ein, auf dass alle Figuren in einer gemeinsamen virtuellen Welt agieren. Spieler setzen dafür die real existierende Figur auf eine mit Sensoren bestückte Oberfläche und im selben Moment erscheinen sie als virtuelle Helden in einer Welt, die die Spieler so noch nicht auf ihren Konsolen gesehen haben. 250 Spieler können dieses Erlebnis parallel genießen.

Auch analoge Spiele bekommen eine neue Dimension. Wer noch keine Chance hatte, das Spiel des Jahres 2015 auszuprobieren, die spielraum macht's möglich, Spinderella und den neuen 3-D-Effekt zu entdecken. Insgesamt stehen 350 Brett- und Familienspiele zum Testen bereit. Und wem die Messe insgesamt schon wie das größte Spielzimmer aller Zeiten erscheint, der möge sich zusätzlich in das begehbare Kinderzimmer zum Mitmachen, Workshoppen und Spielen begeben.

Bekanntes wiederentdecken und neu interpretieren, gilt ebenso für die Lesemesse. Auch in ihrem vierten Jahr präsentiert die schriftgut Oasen der Literatulandschaft und bisher unbewohnte papierne Inseln oder auch Amphitheater. Dieser Spielort hat etwa 70 Plätze. Er entstand vor zwei Jahren als Diplomarbeit an der Hochschule für Bildende Künste. Nun kommt das Kunstprojekt zu neuen Ehren als Auftrittsort für Poeten der Lesebühne "Phrase4", der Gartenzaun-oder Book-Slammer. Als Erich Kästner 1959 den Wettbewerb ins Leben rief, hieß er noch Vorlesewettbewerb. Andere Zeiten, neue Spielformen.

Keine neuen Formen, jedoch neue Designs kreierten Kindergartenkinder für Skateboards, Spielmöbel und Kinderteppiche. Die Siegergruppe wird fünf nagelneue Boards bespielen dürfen. Da jedoch viele gute Vorschläge eingereicht wurden, haben sich die Organisatoren entschlossen, auch den 2. und 3. Platz gemeinsam mit den Messegästen spielerisch zu ermitteln. Es werden Voting-Behälter aufgestellt und gegen einen kleinen Obolus kann sich jeder einen Spielstein kaufen und diesen in das Glas des für ihn besten Entwurfs legen. Das Geld wird der Zweitplatzierte bekommen und die Steine erhält der Drittplatzierte aus dem Kinderdesign Wettbewerb.

Und wenn sich alle Besucher auf dem Heimweg irgendwie verzaubert fühlen, liegt das an den von Studenten der Kunsthochschule zauberhaft gestalteten Messeräumen. Zum ersten Mal konnte die HfBK als Partner gewonnen werden. So etwas hat nur die Kunststadt Dresden zu bieten.

 Von Rosa Hauch

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