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eZelleron-Gründer: Werden iPhone-„Kraftwerke“ ab Februar 2017 liefern

Neustart eZelleron-Gründer: Werden iPhone-„Kraftwerke“ ab Februar 2017 liefern

Trotz der Insolvenz seines Dresdner Unternehmens „eZelleron GmbH“ hält Gründer Sascha Kühn an seiner Ankündigung fest, bald Mini-Kraftwerke auf Brennstoffzellen-Basis zur Serienreife zu bringen und zu verkaufen. „Wir werden die Kraftwerke liefern“, versprach Kühn. Nur werde dies eben später sein als gedacht.

Trotz der Insolvenz seines Dresdner Unternehmens „eZelleron GmbH“ hält Gründer Sascha Kühn an seiner Ankündigung fest, bald Mini-Kraftwerke auf Brennstoffzellen-Basis zur Serienreife zu bringen .

Quelle: D. Flechtner

Dresden. Trotz der Insolvenz seines Dresdner Unternehmens „eZelleron GmbH“ hält Gründer Sascha Kühn an seiner Ankündigung fest, bald Mini-Kraftwerke auf Brennstoffzellen-Basis zur Serienreife zu bringen und zu verkaufen. „Wir werden die Kraftwerke liefern“, versprach Kühn. Nur werde dies eben später sein als gedacht. Voraussichtlich ab Februar 2017 will er nun die ersten dieser mobilen Wiederauflad-Energiezellen für Smartphones ausliefern – und damit über ein Jahr später als ursprünglich avisiert.

Allerdings werde all dies nun über die US-Gesellschaft „Kraftwerk Inc.“ und deren Töchter organisiert, nicht über den ursprünglichen „Kraftwerk“-Entwickler eZelleron. Bei diesen „Kraftwerken“ handelt es sich um etwa zigarettenschachtel-große Miniatur-Brennstoffzellen für die Hosentasche, die mit Feuerzeug-Gas befüllt werden und so Strom erzeugen. Eine Kartusche soll reichen, um ein iPhone 22 Mal wiederaufzuladen. Zum Vergleich: heutige „Power Banks“ auf Batteriebasis sind ähnlich groß, etwas billiger, können aber ein iPhone meist nur etwa zwei bis viermal wieder aufladen.

Inzwischen sind allerdings Kleinfinanziers aus dem Internetschwarm sauer, die Kühn mit ihrem Geld Anfang 2015 halfen, die Kraftwerke weiterzuentwickeln und Fertigungstechnik anzuschaffen. „Ich finde es geradezu skandalös, dass die Millionen von Fördergeldern abstauben und sich dann in die USA wegmachen“, kritisierte Stefan Schober aus Lübeck, der das Unternehmen laut eigenen Angaben früher unterstützt hat. Die Kickstarter-Geldgeber seien erbost, „weil sie nach wie vor nicht das von ihnen bestellte Kraftwerk-Teil bekommen haben“.

Über 1,5 Millionen Dollar kamen damals über die Internet-Plattform „Kickstarter“ zusammen. Im Gegenzug hatte Kühn den Geldgebern versprochen, ihnen ab Dezember 2015 „Kraftwerke“ zuzusenden. Tatsächlich aber hat das Unternehmen bisher kein einziges Gerät ausgeliefert, wie der eZelleron-Gründer auf ausdrückliche Nachfrage einräumte. Derzeit stellt Kühns Unternehmensverbund etwa zehn Mini-Kraftwerke pro Woche her. „Wir sind noch in den Feldtests mit den Geräten“, sagte er.

Zugleich schloss Sascha Kühn nicht aus, die seit April 2016 zahlungsunfähige eZelleron Dresden wieder aus dem Insolvenz-Verfahren herauslösen und wiederbeleben zu können. Denn die technologischen Herzstücke der „Kraftwerke“, die Brennstoffzellen-Stäbchen, wolle er weiter in Dresden produzieren. Und dafür möchte er am liebsten seine alte Mannschaft wieder zusammen trommeln.

Insolvenzverwalter Thomas Beck ist indes vorsichtig mit Prognosen: „Interessenten gibt es in der Tat einige, aber alle Verhandlungen sind noch in der Schwebe“, berichtete der Anwalt über die Investorensuche für die insolvente eZelleron GmbH. Die einst 27 Mitarbeiter seien aus dem Unternehmen „ausgeschieden“. Geblieben sind dafür 5,3 Millionen Euro unbezahlte Rechnungen und andere Außenstände, die insgesamt 102 Gläubiger beim Insolvenzverwalter geltend gemacht haben.

Von Heiko Weckbrodt

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