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Zwischen Sirenen und Wasserchaos erblicken im "Diako" mehr als ein Dutzend Babys das Licht der Welt

Zwischen Sirenen und Wasserchaos erblicken im "Diako" mehr als ein Dutzend Babys das Licht der Welt

Sie schreiben die schönen Geschichten in traurigen Zeiten: neue Erdenbürger, die sich trotz Chaos' um sie herum nicht abbringen lassen, ins Leben zu starten. Zwölf von ihnen erblickten in den vergangenen beiden Tagen allein im Dresdner Diakonissenkrankenhaus das Licht der Welt - "ein ziemlich gutes Ergebnis, im Durchschnitt gibt es bei uns vier Geburten pro Tag", so Kliniksprecherin Gesa Henke stolz.

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Erst hatte sie es eilig, jetzt verschläft sie das ganze Chaos: die kleine Emilia Posner ist im Diakonissenkrankenhaus zur Welt gekommen.

Quelle: Dietrich Flechtner

Wasser scheinen sie nicht zu fürchten, kein Wunder, denn in Mamas Bauch sind sie bis zuletzt davon umgeben.

Umtost von den Fluten der Elbe, die an der südlichen Klinikmauer bereits bis einen Meter hoch steht, tat am Dienstagnachmittag die kleine Emilia ihren ersten kräftigen Schrei. Eilig hatte sie es, erzählt die stolze Mutter Susanne Posner, und das in jeder Hinsicht. Denn eigentlich war Emilia erst in einer Woche erwartet worden, doch so lange wollte sie anscheinend nicht warten, zu spannend waren die Vorgänge da draußen in der Welt. Und genauso schnell wie die Elbe derzeit um die Brückenpfeiler jagt, war das 46 Zentimeter kleine und 2810 Gramm leichte Mädchen am Dienstag auch auf der Welt: "Um halb drei ging es los, und um Viertel nach drei war sie auch schon da." Dass Emilia der ganze Rummel draußen vor der Tür nervös machen würde - keine Spur. Friedlich schlummert sie wenige Stunden nach der Geburt in Mamas Arm und verschläft das Chaos. Schwester Julia freut sich riesig über den Neuankömmling: Sie hatte sich von Anfang an ein Schwesterchen gewünscht.

Dass ihr zweites Kind unter solch turbulenten Begleitumständen geboren würde, hätten sich Susanne Posner und ihr Partner Ralf Rudolf nicht träumen lassen. "Das hatten wir uns schon ein wenig anders vorgestellt. Eigentlich hatten wir gehofft, dass sie bis zum Wochenende wartet, da wäre alles dann schon wieder ein wenig ruhiger und geordneter." Von vornherein hatte für die Eltern festgestanden, dass Emilia wie auch ihre fünfjährige Schwester Julia im "Diako" auf die Welt kommen sollte. "Als klar war, dass die Zeichen auf Flut standen, hatten wir uns dann aber doch auch sicherheitshalber ein paar andere Kliniken angeschaut", erzählt Susanne Posner.

Abenteuerlich war Emilias Geburt dann aber in jedem Fall, denn anfangs war nicht klar, ob Mutter und Tochter in der Klinik würden bleiben können oder aber aufgrund einer Evakuierung vorzeitig nach Hause entlassen werden müssten. Doch bislang halten Wälle und Mauern. Für Susanne Posner wäre selbst eine Evakuierung kein Problem: "Ich bin da sehr gelassen. Die Geburt verlief unkompliziert, und im Fall der Fälle gibt es ja auch noch die Hebamme." Die große Flut 2013 jedenfalls wird die junge Familie immer auch mit einem besonders schönen Moment verbinden: der Ankunft von Emilia.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 06.06.2013

Jane Jannke

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