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Zwischen Deutsch und Luganda - Dresdnerin leistet Entwicklungshilfearbeit in Uganda

Zwischen Deutsch und Luganda - Dresdnerin leistet Entwicklungshilfearbeit in Uganda

Hier in Deutschland sind das ganz alltägliche Handgriffe. Dass diese nicht in jedem Land der Welt alltäglich sind, hat die Dresdnerin Claudia Beck während ihres zwölfmonatigen Aufenthaltes in Uganda erfahren.

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Quelle: Privat

Kaffee kochen. Über die Organisation „weltwärts“ des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung war sie ab November 2011 auf dem afrikanischen Kontinent und hat bei der German Secondary School ihren Freiwilligendienst absolviert. In ihrer Freizeit half die 28-Jährige außerdem in einem Waisenhaus aus. Die Ernährungswissenschaftlerin schwärmte schon lange vom schwarzen Kontinent und wollte nach ihrem Studium am liebsten als Entwicklungshelferin arbeiten.

„In diesem Berufsfeld hat man ohne Berufs- und Auslandserfahrung sehr schlechte Chancen, und so bin ich auf die Idee gekommen, mich für den Freiwilligendienst zu bewerben.“ Angekommen in Uganda, arbeitet Claudia Beck für die German Secondary School, die 2008 gegründet wurde um den kulturellen Austausch zwischen Deutschland und Uganda zu fördern. Sie unterrichtet die Schüler in deutscher Sprache und erzählt ihnen von der Kultur und Geschichte des Landes. Zu den Hauptangeboten der Schule gehören Sprachkurse in den Sprachen Deutsch, Französisch, Luganda, Englisch und Kiswahili sowie Workshops und Diskussionsrunden. Gelebt hat die Dresdnerin während ihres Aufenthaltes in einer ugandischen Gastfamilie.

„ Anfangs hatte ich schon Zweifel, ob das ein Jahr gutgehen kann, jedoch wurden meine Zweifel schnell aus dem Weg geräumt. Meine Gasteltern waren kaum älter als ich, hatten zu dem Zeitpunkt meiner Ankunft ein kleines 4-jähriges Mädchen, das zweite war schon auf dem Weg.“ Besonders ans Herz gegangen sind der Freiwilligen die Geburt ihrer kleinen Gastschwester und die Hochzeit ihrer Gasteltern. „ Ich habe mich sehr wohl in meiner Familie gefühlt, obwohl wir nur in einem sehr kleinen Haus ohne Bad oder Küche gewohnt haben.

Aber man sollte nie vergessen, dass man sich hier in Uganda befindet, wo viele der Toiletten einfach nur Löcher sind, auf einem Holzkohleherd gekocht wird und es nicht selbstverständlich ist, jeden Tag Strom oder sauberes fließendes Wasser zu haben“, erzählt die Dresdnerin. Auch die wichtige Rolle der Familie in Uganda sei ihr positiv aufgefallen. Während es in Deutschland immer üblicher wwerde, seine Freizeit mit Handy und Fernseher zu verbringen, sitzt in Afrika die ganze Familie zusammen, isst zusammen und unterhält sich, schildert sie ihre Eindrücke.

Doch nicht nur die guten Seiten des Landes hat Claudia Beck kennengelernt. „Eines der Hauptprobleme in Uganda ist die Korruption. Wenn man als Weißer irgendwas erreichen will, muss man prinzipiell den Leuten Geld zahlen“, berichtet sie nachdenklich. Außerdem sind die Eltern gezwungen, hohe Schulgebühren von etwa 30 Euro im Monat zu zahlen, um ihre Kinder auf eine Schule schicken zu können. Deshalb können oft nur wohlhabende Eltern ihre Kinder auf Schulen schicken.

Viele Familien haben auch Sponsoren aus dem Ausland, die die Schulgebühren zahlen. Zurück in Deutschland denkt Claudia Beck oft an die aufregenden 12 Monate zurück. „Was mir auf jeden Fall fehlt, ist die afrikanische Lebensfreude und Gelassenheit. In Deutschland beschweren sich die Menschen über Kleinigkeiten, dabei sollten sie einfach zufrieden sein mit dem was sie haben. Die Leute dort haben nicht viel und strahlen trotzdem eine gewisse Lebensfreude und Herzlichkeit aus.“

Julia Vollmer

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