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Zwischen Aufregung und Angst – Wie läuft eine Evakuierung ab?

Zwischen Aufregung und Angst – Wie läuft eine Evakuierung ab?

„Was soll denn passieren? Ich habe keine Angst, dass etwas schief läuft“, sagt Günther Meier. Der Johannstädter wohnt nur etwa 50 Meter vom Fundort der Bombe entfernt.

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Etwa 5000 Johannstädter müssen ihre Wohnungen verlassen, schätzt die Polizei.

Quelle: Sophie Folgmann

Gegen 16.30 Uhr sollen alle Anwohner im Umkreis von 400 Metern ihre Wohnungen verlassen haben.

Um 15 Uhr rollen etwa zehn Wagen von Polizei und Feuerwehr an. Zu diesem Zeitpunkt dominiert bei vielen noch die Unsicherheit: „Ich finde es leider etwas problematisch. Ich wohne auf der Holbeinstraße und habe keine Ahnung, ob ich aus dem Haus muss. Mir hat man noch nichts gesagt“, meint Kathleen Jahn. Auch andere Anwohner laufen zwischen den Polizisten und erkundigen sich aufgeregt, ob und wann sie aus ihren Wohnungen müssen. Die Ordnungshüter und Rettungskräfte erklären das Vorgehen und beruhigen die Anwohner.

Ein Mann berichtet: „Ich habe kein Problem mit der Evakuierung. Gerade kam eine Lautsprecherdurchsage, dass ich aus dem Gebäude muss. Wir kommen bei Freunden unter.“

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Polizisten gehen von Tür zu Tür und beruhigen die Anwohner.

Quelle: Sophie Folgmann

Ein paar Polizisten fahren in die obersten Stockwerke der Plattenbauten. Die Häuser werden von oben nach unten geräumt. An jeder Tür wird geklingelt und gewartet, bis alles Nötige aus der Wohnung geholt ist. Dann wird zur Absicherung und Kontrolle die Tür abgeklebt. Die evakuierten Personen werden in Listen vermerkt.

„Ich habe eigentlich keine Bedenken, dass etwas nicht nach Plan verläuft. Aber ich habe trotzdem meinen Hund mit aus der Wohnung genommen, sicher ist sicher“, so Sven Töpfer, der an der Gerokstraße wohnt.

Innerhalb von zwei Stunden sind fast alle Gebäude geräumt. Die Polizei erkundigt sich bei den Verbliebenen nach noch fehlenden Personen. Die meisten fahren mit dem Auto oder gehen zu Fuß in eines der drei Auffanglager. Manche fahren auch zu Freunden oder Verwandten. Diejenigen, die nicht mehr laufen können, werden mit einem DVB-Bus in die Notunterkunft gebracht.

„Ich muss ehrlich zugeben, dass ich es eher aufregend und spannend finde, als dass ich mir Sorgen mache. Da sieht man mal, was in einer solchen Situation passiert und ist hautnah dabei“, sagt Berit Seifert.

Sophie Folgmann

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