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Zwingerfestspiele Dresden: Einnahmeprobleme werden auf 2012 vertagt

Zwingerfestspiele Dresden: Einnahmeprobleme werden auf 2012 vertagt

Auf der Mitgliederversammlung des Tourismusverbandes Dresden (TVD) zog die Dresdner Event GmbH (DEG) gestern als Veranstalter der Zwingerfestspiele eine verspätete Bilanz der ersten Ausgabe des Spektakels.

Von Ralf Redemund

Das Einnahmeloch sei gestopft, alle Gläubiger seien bedient worden, sagte DEG-Chef Ralph Sander zuvor den DNN.

Sander gab sich - ebenso wie TVD-Chef Jeffrey Pötzsch - vor der Versammlung zufrieden, obwohl die selbst gestellten Erwartungen "nur in Teilen erfüllt" wurden. Gegenüber DNN gab Sander zu, dass das finanzielle Loch zwischenzeitlich bei 600 000 Euro gelegen habe. Doch dank mehrere Mäzene konnte diese Lücke noch vor Festspielbeginn auf knapp 300 000 Euro verkleinert werden.

Mittels Sponsoren, drei Mäzenen und einem Dutzend Darlehensgebern sei es nun endgültig gelungen, das Loch komplett zu schließen. Wer die Darlehensgeber seien und wie hoch deren Darlehenssumme insgesamt denn sei, wollte Sander nicht sagen. Außerdem konzedierte Sander, dass er mit einigen Gläubigern Zahlungsziele bis ins nächste Jahr hinein vereinbart habe. Auf die Fragen, wie er diese Verbindlichkeiten und die Darlehen denn im nächsten Jahr bedienen wolle, wo es doch keine neuen Einnahmen durch Zwingerfestspiele vor 2013 geben werden, verwies Sander auf Verhandlungen mit Investoren. Er sei guten Mutes, bis Ende des Jahres die DEG an einen potenten Investor verkauft zu haben.

Der Tourismusverband habe nicht die Strukturen, die es brauche, um so ein Ereignis wie die Zwingerfestspiele um Regisseur Dieter Wedel veranstalten zu können, erklärte Sander. Man stehe in "vitalen Dialogen" mit Interessenten, die er nicht nennen wollte. "Wir verkaufen auch Knowhow", sagte Sander auf die Frage, was er denn zu bieten habe. Schließlich habe man bewiesen, dass es möglich sei, den denkmalgeschützten, sensiblen Zwinger ohne Schäden zu bespielen.

Dann nannte Sander Zahlen. Der Erlös aus Ticketverkäufen summiere sich bei 60-prozentiger Auslastung der 17 Vorstellungen - insgesamt kamen 24 105 Besucher - auf 1,1 Millionen Euro bei einem Gesamtbudget von 2,6 Millionen Euro. Von Sponsoren, aus Darlehen und "Mäzenatentum" flossen 1,5 Millionen Euro. Mit rund 600 000 Euro sei fast die Hälfte des Geldes von privaten Unterstützern gekommen.

Die Festspiele sollen 2012 pausieren und erst 2013 wieder an den Start gehen, so Sander. Man habe wertvolle Erfahrungen gesammelt, die mit einem neuen Eigentümer umgesetzt werden sollen. An Dieter Wedel als Intendant und Regisseur werde festgehalten. Mit ihm laufen Gespräche über die künstlerische Weiterentwicklung bis 2015.

Indes hat die Affäre um das DEG-Finanzgebaren ihr erstes dauerhaftes Personal-Opfer in der Verwaltung. Für Bärbel von Alt-Stutterheim - die bislang für den Tourismus zuständige Mitarbeitern bei Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) - wird ein Ersatz gesucht. Nach ihrem Privatengagement bei den Zwingerfestspielen, von dem Hilbert erst aus den DNN erfuhr, ist das Vertrauensverhältnis zerstört. Doch kümmert sich von Alt-Stutterheim bei Hilbert weiter um Dinge wie Flughafen, Messe, Gewerbe- und Friedhöfe.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 10.11.2011

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