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Zwei neue Mieter für die Markthalle "Café Prag" in Dresden

Zwei neue Mieter für die Markthalle "Café Prag" in Dresden

Nachdem die Markthalle Café Prag in den vergangenen Monaten eher Schlagzeilen durch Mieterschwund machte, gibt es jetzt zwei Neuzugänge zu vermelden.

Zum einen handelt es sich dabei um 60 Grad - Die Kaffeerösterei aus Hannover und zum anderen um das Sächsische Heimatwerk, das ausschließlich Produkte aus Sachsen anbietet.

"Eigentlich sollte es erst im März losgehen. Wir sind aber vorzeitig eingesprungen, weil die Ladenflächen leer standen", sagt Theodor Künzel, Geschäftsführer der First Diners GmbH, die die Rösterei betreibt. Man habe sich bewusst für die Markthalle mit dem traditionsreichen Namen entschieden, weil es ein Ort ist, an dem immer schon Kaffee genossen wurde, so Künzel. Da alles sehr schnell gehen musste, bietet 60 Grad zwar Kaffee an, hat vor Ort aber noch nicht mit dem Rösten begonnen. "Unser Ziel ist es, spätestens übernächste Woche anzufangen", sagt Künzel und fügt an: "Schließlich ist das Rösten unsere Spezialität."

60 Grad wurde Ende 2012 in Hannover auf der Expo Plaza gegründet. Die Firma verfolgt die Vision, in Deutschland eine neue Systemgastronomie im Bereich des Premiumkaffees aufzubauen. Das Augenmerk liegt dabei auf Kaffeebohnen, die ein Fairtrade-Zertifikat haben oder aus Regenwaldschutzprogrammen kommen. Neben einer weiteren Filiale in der Hannoveraner Markthalle befindet sich in Dresden nun die dritte Niederlassung der Rösterei.

Ähnlich ist die Ausgangslage beim Sächsischen Heimatwerk im Obergeschoss der Markthalle. Inhaberin Christine Posch hat in den vergangenen anderthalb Jahren bereits erfolgreich einen Onlinehandel sowie ein großes Geschäft in Bannewitz aufgebaut und wagt nun den Sprung in die Dresdner Innenstadt. "Viele Kunden haben uns gesagt, dass sie zwar auch gern nach Bannewitz rausfahren, es manchmal aber praktischer wäre, in Dresden einkaufen gehen zu können", sagt Christine Posch. Die Weihnachtszeit sei dabei ein guter Zeitpunkt für den Einstieg gewesen, erklärt die Unternehmerin.

Warum sie sich für die Markthalle Café Prag entschieden hat, die erst im Sommer den Abgang des Standes "Die Lausitz schmeckt" sowie "Schmidt's Tabakkontor" zu verkraften hatte und für Firmen insgesamt ein eher schwieriges Pflaster zu sein scheint, kann sie plausibel darlegen. "Wir haben selbst viel Kulinarik im Angebot. Das passt einfach zu diesem Haus, wo sich alles ums Essen und Genießen dreht", sagt Posch.

Der Schwerpunkt des Sächsischen Heimatwerkes liegt auf regionalen Produkten aus Sachsen. Vom Fahrrad über Wein bis hin zu Topflappen oder Eierwärmern findet der Kunde auf 150 Quadratmetern alles, was das Herz begehrt. "Vielen Menschen ist es nicht mehr egal, wenn zum Beispiel das Spielzeug aus Fernost kommt. Sie kaufen lieber nachhaltige Produkte aus der Region", so Posch. Entdeckt hat die Unternehmerin ihre Geschäftsidee in Österreich, wo es unter anderem in Salzburg ein Heimatwerk gibt, das sich die Erhaltung der regionalen Kultur auf die Fahnen geschrieben hat.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 09.12.2014

Stephan Hönigschmid

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