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Zusätzliche Asylbewerber: Dresden sucht längerfristig nach neuen Übergangswohnheimen

Zusätzliche Asylbewerber: Dresden sucht längerfristig nach neuen Übergangswohnheimen

Nach der erhöhten Prognose des Bundes für die in diesem Jahr in Deutschland wahrscheinlich eintreffenden Asylbewerber gibt es noch keine offiziellen Zahlen für die Landeshauptstadt.

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Sachsen erwarte danach in diesem Jahr 20.400 Erstantragsteller und 2550 Folgeantragsteller, also insgesamt 22.950 Personen.

Quelle: Daniel Karmann

Das Sozialamt sei vom Innenministerium kurz per E-Mail über die steigenden Zahlen des Landes informiert worden. Sachsen erwarte danach in diesem Jahr 20.400 Erstantragsteller und 2550 Folgeantragsteller, also insgesamt 22.950 Personen. „Eine konkretisierende Zuweisungsprognose für Dresden wurde dagegen noch nicht abgegeben“, erklärte Sozialbürgermeister Martin Seidel (parteilos) auf DNN-Anfrage. Nach dem geltenden Verteilschlüssel entfallen auf Dresden grundsätzlich 13,01 Prozent der in Sachsen ankommenden Asylbewerber. Damit müsste Dresden mit etwa 1000 Menschen mehr rechnen als bislang prognostiziert.

Nach der zuletzt Ende April bekräftigten Prognose des Landes würden Dresden minimal 1677 und maximal 2630 Asylbewerber in diesem Jahr zugewiesen werden. Dennoch stellt sich die Stadt auch auf steigende Zahlen ein und sucht nach weiteren Unterkünften. „Bisher sind wir davon ausgegangen, gegenüber dem Maßnahmeplan vom Dezember 2014 rund 350 zusätzliche Plätze schaffen zu müssen.“ Durch die neue Prognose könnte es noch mehr sein.

Dabei soll es bei der bisherigen Grundausrichtung bleiben. 60 Prozent der Plätze sollen in dezentralen Wohneinheiten und 40 Prozent in Übergangswohnheimen entstehen. Standorte für ein neues Heim benötigten in der Regel einen Vorlauf von mehreren Monaten, nicht zuletzt wegen der Einbeziehung der Öffentlichkeit. Damit sei es nahezu ausgeschlossen, dass über die geplanten Standorte in der Podemusstraße und der Lockwitztalstraße hinaus in diesem Jahr noch weitere Heimstandorte in Betrieb genommen werden könnten.

Kurzfristig werden die zusätzlichen Plätze nahezu ausschließlich in dezentralen Wohnungen geschaffen werden müssen. In ein bis zwei Jahren seien aber weitere Plätze in Heimen erforderlich. Das Sozialamt prüfe mehrere Standorte. An mobile Unterbringungsmöglichkeiten werde derzeit nicht gedacht. Der CDU-Landtagsabgeordnete Christian Hartmann hatte dies gegenüber DNN für die Erstaufnahmeeinrichtung des Landes in Dresden in Betracht gezogen.

Wie es aus dem Sozialamt weiter hieß, sei bei der Suche nach Unterkünften die erste Teilprüfung des vom Ortsbeirat Neustadt vorgeschlagenen Objektes Königsbrücker Straße 117/119 abgeschlossen. Das Haus werde nicht für den geplanten Schulneubau in der Nachbarschaft benötigt. Das Hochbauamt erarbeite derzeit eine Machbarkeitsstudie, die Mitte des Jahres vorliegen soll.

Ingolf Pleil

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