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Zurück zur guten alten Platte!

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Der Immobilienkonzern Vonovia SE, der aus der Fusion der Deutschen Annington und der Gagfah hervorgegangen ist, prüft intensiv den Bau neuer Wohnungen. Das gelte auch für den Standort Dresden, erklärte Vonovia-Sprecherin Bettina Benner auf Anfrage der DNN.

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Drei neue Wohnhäuser hatten die damaligen Gagfah-Planer auf Baulücken an der Nicolaistraße am Fetscherplatz vorgesehen. Nächstes Jahr sollen die Planungen konkretisiert werden.

Quelle: Archiv

Zu konkreten Zahlen wollte sie sich noch nicht äußern. "Durch den Zusammenschluss beider Unternehmen zur Vonovia gibt es eine Vielzahl von Projekten, die deutschlandweit geprüft müssen. Es ist erforderlich, ein strukturiertes Vorgehen weiter aufzubauen."

Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD) hatte am Mittwoch erklärt, mindestens 350.000 neue Wohnungen pro Jahr würden deutschlandweit gebraucht, um die angespannten Wohnungsmärkte zu entlasten und die Unterbringung von Asylbewerbern zu ermöglichen. "Als Marktführer in der Immobilienbranche wollen wir unsere gesellschaftliche Verantwortung erfüllen", kündigte Benner an.

Die Vonovia will in Dresden die Nachverdichtung bestehender Siedlungen in den Fokus rücken, zum Beispiel durch die Aufstockung von Wohngebäuden, die Bebauung von durch Abriss entstandenen Lücken oder die Schaffung zusätzlicher Gebäudeflügel. Vonovia habe beispielsweise in München, Frankfurt/Main oder Essen erfolgreiche Projekte realisiert, bei denen auf vorhandene Gebäude komplett vorgefertigte Dachgeschosse aus Holz aufgesattelt wurden.

Laut Benner werde in Deutschland nach wie vor zu teuer gebaut. Baukosten von rund 2000 Euro pro Quadratmeter seien einfach zu viel. Deshalb sei standardisiertes Bauen gefragt. "Standardisierung ist ein wesentlicher Faktor für Kostensenkungen. Wir praktizieren dies schon erfolgreich, etwa bei Balkonen oder im Sanitärbereich. Die Errichtung ganzer Gebäude in standardisierten Verfahren ist für uns denkbar", erklärte die Sprecherin. Standardisierter Wohnungsbau war unter dem Schlagwort "Plattenbau" zu DDR-Zeiten in größeren Dimensionen umgesetzt worden. Ganze Stadtviertel in Dresden wie Gorbitz und Prohlis wurden in dieser Bauweise errichtet.

Der Gesetzgeber sei aber auch gefragt, spielte Benner den Ball an Hendricks zurück. Es gehe darum, Bürokratie abzubauen und den Neubau von Wohnungen nicht weiter durch hohe energetische Auflagen oder die Verpflichtung zum Bau von Stellplätzen zu verteuern.

Für ein konkretes Wohnungsbauvorhaben in Dresden will Vonovia laut Benner den Planungsprozess forcieren: Auf einer Baulücke an der Nicolaistraße am Fetscherplatz sollen bis zu 150 Wohneinheiten entstehen. "Die Fläche besitzt eine städtebaulich interessante Lage. Wir suchen ein Konzept, das für diesen Ort die verschiedensten städtebaulichen Leitbilder verbindet." Die Planungen sollen im nächsten Jahr mit einem studentischen Ideenwettbewerb an der Technischen Universität Dresden vorangetrieben werden.

Die Vonovia bleibe für die Landeshauptstadt auch weiter ein verlässlicher Partner bei der Unterbringung von Asylbewerbern, erklärte Benner. Mehr als 300 Belegwohnungen habe der Konzern bisher bereitgestellt. "Wir prüfen in regelmäßigen Runden gemeinsam mit dem Sozialamt der Stadt, welche Bedarfe es gibt und wie viele Wohnungen wir dann wieder anbieten können." Die beim Verkauf der städtischen Woba 2006 festgeschriebenen Belegungsrechte für 10 000 Wohnungen würden nicht mit den Belegwohnungen für Flüchtlinge verrechnet. "Sie stehen der Stadt in vollem Umfang zur Verfügung", so Benner.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 12.09.2015

Thomas Baumann-Hartwig

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