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Zurück zur Natur - Der Kinder- und Jugendbauernhof Nickern e. V. strebt in der Walpurgisnacht seinem Jahres-Höhepunkt entgegen

Zurück zur Natur - Der Kinder- und Jugendbauernhof Nickern e. V. strebt in der Walpurgisnacht seinem Jahres-Höhepunkt entgegen

Wenn Gerd Heß, der stellvertretende Vorsitzende des Vereins, die Anzahl und Arten der Tiere aufzählt, die der Kinder- und Jugendbauernhof Nickern e.

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Kevin (11), Luca (3) und Jason (9/v.l.) füttern auf dem Kinder- und Jugendbauernhof Nickern ein Schaf.

Quelle: Carola Fritzsche

Von Annette Thoma

V. zur Zeit beherbergt, wird die Liste etwas länger. Neben Pferden, Kühen, Schafen, Ziegen, Kaninchen, Hühnern und Enten wohnen hier beispielsweise auch Schweine. Aber nicht nur eine Rasse - gleich drei: vier Haus-, zwei Mini- und ein Hängebauchschwein. Diese und noch mehr können die Besucher auf dem Bauernhof entdecken, streicheln oder sich gar in die Arbeit mit einbringen.

"Wir haben den Fokus auf Haustier-Rassen gelegt, die es auf einem normalen Bauernhof eben gibt", erklärt Kathrin Küchler, Sozialpädagogin und Verantwortliche für die integrativen Projekte auf dem Hof. "Aber es sind auch ein paar Exoten dabei."

Die Idee, einen Bauernhof für Kinder und Jugendliche ins Leben zu rufen, kam einer Elterninitiative im Jahr 1992. Sie gründete den Kinder- und Jugendbauernhof Nickern e. V. Seit 1995 ist die freie Jugendhilfe Träger des Vereins. "Das Ziel des Vereins ist es", erläutert Gerd Heß, "Kindern und Jugendlichen aus städtischen Ballungsgebieten den Umgang mit Tieren, der Natur und der Umwelt näher zu bringen. Auch der Bezug zu den Jahreszeiten oder zu alten Festen soll wieder hergestellt werden." Seine Kollegin Küchler ergänzt, dass auch die vier Elemente wichtig seien. "Feuer, Erde, Luft und Wasser, das sind Voraussetzungen für unsere Arbeit hier."

Um das in die Tat umzusetzen, erstellt der Verein jeden Monat ein neues Programm. Neben offenen Treffen werden im April zum Beispiel Programme wie "Tiere aus Gips herstellen", "Wir backen..." oder "Kinderreiten" angeboten; am Wochenende ist meist Schautag.

Schulklassen, Kindergärten oder auch sonstige Gruppen haben nach Anmeldung auch die Möglichkeit, an Projekttagen auf dem 6000 Quadratmeter großen Gelände teilzunehmen. Ein Projekt heißt "Vom Schaf zur Wolle" und bringt den Kindern die Verarbeitung von Schafswolle näher. Oder man lernt bei dem Projekt "Leben auf dem Bauernhof" Wissenswertes über die Tierhaltung und -pflege. Die ökologische Nachhaltigkeit ist dabei immer ein Thema.

Neben den Vereinsmitgliedern arbeiten noch viele Weitere auf dem Hof mit: ehrenamtliche Helfer, Sozialpädagogen, Tierpfleger, Teilnehmer am Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ) oder die Stammkinder. Letztere kommen regelmäßig und helfen beim Füttern, Ausmisten oder bei kleinen Reparaturen. "Im Moment haben wir fast zwanzig Stammkinder. Dafür sind wir sehr dankbar", so die Sozialpädagogin.

Am 30. April feiert der Kinder- und Jugendbauernhof Nickern e. V. sein größtes Fest im Jahr, die Walpurgisnacht. Einen speziellen Grund, warum genau dieser Tag so wichtig für den Hof geworden ist, gebe es nicht, "die Feier ist über die Jahre gewachsen. Heute ist es unser Jahreshöhepunkt neben dem Erntedankfest", meint Kathrin Küchler. "Es ist aber auch ein sehr schöner Anlass: Der Frühling kommt, das neue Leben beginnt, Tiere werden geboren. Das zeigt den Kreislauf des Lebens." Entsprechend vielfältig ist auch das Programm des Tages. Kinder können an Hexenprüfungen und -taufen teilnehmen, Hexenbesen bauen, Zeitenrätsel lösen, eine Tränke brauen oder bei Spielen mitmachen. Für die Erwachsenen gibt es abends ein Programm mit Live-Musik, Hexentanz und einer Feuershow. Bei der Realisierung des Festes und der Gestaltung sind die Stammkinder ebenso aktiv dabei wie die Mitglieder des Vereins.

Auf dem Bauernhof ist seit der Gründung viel passiert. Die Tenne wurde renoviert - heute können Gruppen dort auf dem Boden im Stroh übernachten -, ein Spielplatz wurde gebaut, ein Gehege für Hühner und Enten ist entstanden. Das jüngste Projekt nimmt jedoch mehr Zeit und Geld in Anspruch: Das "Hexenhaus" auf dem Gelände soll renoviert und zu einem Kinderbauernhaus ausgebaut werden. "Der Bedarf an mehr Platz war schon lange da", meint Gerd Heß. "Wir werden im Kinderbauernhaus unter anderem Schlaf- und Projekträume unterbringen. Und einen Hofladen mit Café."

Auch wenn der Verein durch mehrere Partner unterstützt wird, ist er für das Hexenhaus auf Spenden angewiesen. Aber nicht nur finanzielle Hilfe, auch Sachspenden wie beispielsweise Futter für die Tiere und Baumaterialien werden gerne angenommen. Oder einfach eine helfende Hand: "Wir freuen uns über jeden neuen Mitstreiter, der uns in unserer Arbeit auf dem Hof unterstützt. Das können Kinder oder Familien sein", so Kathrin Küchler. Und Gerd Heß ergänzt: "Besonders junge, engagierte Leute sind wichtig. Wir sind zwar noch nicht alt, aber man muss ja auch an die nächste Generation denken."

- Kinder- und Jugendbauernhof Nickern e. V., Am Stausee 3, Tel. 288 25 97. Öffnungszeiten: bis 30. April: 13-18 Uhr, ab 1. Mai bis 30. September: 14-19 Uhr, Sonnabend und Sonntag jeweils 10-18 Uhr. Sonntag ist Schautag (ohne Angebote), der erste Sonntag im Monat ist geschlossen. Am Montag ist generell geschlossen. Mehr Informationen im Internet auf www.kinderundjugendbauernhof.de

- das Fest in der Walpurgisnacht am 30. April kostet für Erwachsene 6, erm. 5 Euro; Kinder bis 14 Jahre zahlen 3 Euro; ab 19 Uhr beginnt das Abendprogramm für Erwachsene

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 20.04.2012

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