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Zur falschen Zeit am falschen Ort

Rentner verprügelt Zur falschen Zeit am falschen Ort

„Ich kann es nicht begreifen, ich habe nichts gemacht“ erzählte das 71-jährige Opfer. „Wenn da nicht Leute gekommen wären, ich weiß nicht, wie die Sache ausgegangen wäre. Gegen die zwei hatte ich keine Chance.“ Der Mann war von zwei Männern und einer Frau attackiert worden.

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Quelle: dpa

Dresden. „Ich kann es nicht begreifen, ich habe nichts gemacht“ erzählte das 71-jährige Opfer. „Wenn da nicht Leute gekommen wären, ich weiß nicht, wie die Sache ausgegangen wäre. Gegen die zwei hatte ich keine Chance.“ Der Mann war von zwei Männern und einer Frau attackiert worden. Einen Grund gab es nicht. Der 71-Jährige war einfach nur zur falschen Zeit am falschen Ort. Es hätte auch jeden anderen treffen können. Wegen gefährlicher Körperverletzung hatten Dirks S., Yves H. und Jacqueline M. gestern einen Termin beim Amtsrichter. Dirk S. erschien auch, kein Wunder, er sitzt in U-Haft. Die anderen beiden glänzten durch Abwesenheit. Da es gegen sie noch weitere Anklagen gibt, wurde ihr Verfahren abgetrennt.

Die drei hatten an jenem Tag gefeiert und getrunken, weil, so der Angeklagte, schönes Wetter war. Für ihr Saufgelage hatten sie sich ein Grundstück auf der Hubertusstraße ausgesucht. Den Anwohnern ging das laute Gegröle auf die Nerven und sie beschwerten sich bei dem lärmenden Trio, das sich beleidigt fühlte und zurück krakelte. Die beiden Männer traten sogar eine Haustür ein und wollten einem der Anwohner an die Wäsche, kehrten aber um.

Reinhard K., der Einkaufen gehen wollte, hatte das Geschrei schon von weitem gehört und blieb auf dem Fußweg stehen. Sein großer Fehler. Die drei, wütend und aufgebracht, weil sie an die Anwohner nicht rankamen, ließen ihre Wut an dem 71-Jährigen aus. Der Rentner wurde zuerst von Jacqueline M. angepöbelt, dann rief sie ihre Saufkumpane. „Kommt her, hier will einer paar aufs Maul. Der geht mich an.“ Die beiden reagierten prompt. „Sie kamen angerannt, der eine schlug mir sofort ins Gesicht und der andere drückte mich gegen den Zaun und stachelte den Schläger an: ,Hau ihm auf die Schnauze’.“ Als einige Männer anrückten, hörte die Prügelei auf, so trug das Opfer nur leichte Verletzungen davon.

Dirk S. hatte zwar nicht geschlagen, aber auch nichts unternommen, um seinen Kumpan am Prügeln zu hindern. Im Gegenteil, er hat dafür gesorgt, dass der Rentner nicht weglaufen konnte „Gewollt war es nicht, das hat sich so ergeben“, erklärte der 45-Jährige. Der Mann hat ein stattliches Strafregister, meist ging es um betrunkene Autofahrten ohne Führerschein. Der Alkohol scheint sein Problem zu sein. An jenem Tag hatte er 3,2 Promille intus. Da liegen andere im Koma, Dirk S., so der Arzt, zeigte nur leichte Alkoholsymptome. Gestern wurde er wegen gefährlicher Körperverletzung im minderschweren Fall zu einer Geldstrafe von 120 Tagessätzen à zehn Euro verurteilt.

Von Monika Löffler

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