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Zum Tag des Bieres produzieren fünf Brauereien in Dresden Gerstensaft

Zum Tag des Bieres produzieren fünf Brauereien in Dresden Gerstensaft

Der „Kaffeesachse“ ist nur die halbe Wahrheit. Denn es gibt auch den „Biersachsen“. Mehr als acht Millionen Hektoliter des Gerstensafts werden jährlich im Freistaat produziert.

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Die Biervielfalt in Deutschland ist groß - trotz der Beschränkung auf nur vier Zutaten.

Quelle: DBB

Mit rund 200 Litern pro Einwohner liegt der Pro-Kopf-Wert im Ländervergleich damit auf Platz eins vor den ebenfalls als bierselig bekannten Bayern. Die hatten am 23. April 1516 ihr Reinheitsgebot erlassen. Zum Jahrestag am Montag feiern die Bierbrauer in der Bundesrepublik wieder einen Tag des Deutschen Bieres. Biere aus der Heimat genießen einen hohen Stellenwert, auch in Sachsen. Doch war noch vor 100 Jahren in jeder kleineren Stadt eine Brauerei zu finden, ist deren Zahl mittlerweile beträchtlich zurückgegangen. Dresden galt 1912 mit damals mehr als 30 Brauereien nach Berlin und München als drittgrößte deutsche Bierstadt. Heute gibt es in Sachsens Landeshauptstadt fünf aktive Brauhäuser.

Am größten ist die Feldschlößchen-Brauerei. Die einzige verbliebene Großbrauerei Dresdens wurde 1838 gegründet und produzierte bis kurz nach der Wende an der Budapester Straße in der Südvorstadt, wo noch heute das Stammhaus zu finden ist. Heute kommt das „Männelbier“, wie die Dresdner dieses Pils nach dem „Pichmännel“ auf dem Flaschenetikett bezeichnen, aus der Anfang der 1980er Jahre neu errichteten Brauerei in Coschütz. Dort braut Feldschlößchen, das zur Frankfurter Brauerei GmbH aus Brandenburg gehört, neben weiteren Sorten wie Urbock, Export, Radler und Bier-Cola-Mix auch andere Markenbiere wie das ursprünglich aus Freital stammende dunkle Bier Schwarzer Steiger, Coschützer („Gelbkreuz“) und Dresdner Felsenkeller. Die Felsenkellerbrauerei im Plauenschen Grund, einst eine der größten Brauereien im Deutschen Reich, war in der DDR-Zeit mit Feldschlößchen und anderen Produzenten zum VEB Dresdner Brauereien vereinigt worden und hatte 1991 ihre Pforten geschlossen.

Daneben gibt es einige kleine Hausbrauereien in der Stadt. Das Brauhaus am Waldschlösschen hat dabei den wohl traditionsreichsten Standort. Wohlhabende Dresdner Bürger hatten 1836 den Actienverein der Societätsbrauerei zu Dresden gegründet und ließen ab 1838 im Waldschlösschenareal Bier brauen. Auch hier kam 1981 mit der Inbetriebnahme der Coschützer Brauerei 1981 das Aus. Seit der Eröffnung einer Gasthausbrauerei 1997 entsteht dort wieder Gerstensaft der Sorten Dunkel, Hefe, Original Hell und Zwickelbier nach alten Rezepturen. Das Brauhaus am Waldschlösschen gehört wie das Coselpalais und sieben weitere Cafés und Restaurants in der Innenstadt einem Dresdner Gastronomieunternehmen.

An der Kötzschenbroder Straße in Mickten wurde 1898 das Ballhaus Watzke errichtet, dessen 770 Personen fassender Ballsaal als einer der größten Dresdens galt. In der Frühzeit der DDR wurde die Gaststätte geschlossen, das Haus diente danach als HO-Lager. Nach einer denkmalgerechten Sanierung eröffnete ein Karlsruher Investor das Watzke erneut, diesmal als Ball- und Brauhaus. Im Erdgeschoss hat seitdem „Dresdens erste Hausbrauerei“, wie sie sich selbst stolz bezeichnet, ihren Sitz. Watzke-Pils, Altpieschener Spezial und weitere saisonale Sorten sind neben dem Stammhaus auch in zwei Brauereiausschänken am Neustädter Markt und am Dr.-Külz-Ring zu haben.

Im vergangenen Jahrzehnt kamen zwei weitere Hausbrauereien dazu, zum einen 2002 die Neustädter Hausbrauerei Schwingenheuer. Sie braut Biere mit so klangvollen Namen wie Hecht Alt, Elbhang Rot, Bio Neustadt Hell, Hufeisennase und Lenins Hanf. Zum anderen besteht seit 2008 die Hausbrauerei Laubegast mit den obergärigen und unfiltrierten Sorten Laubegaster Hell, Dunkel, Rotes Festbier und Bock. Die Brauhäuser führen die Dresdner Brautradition fort, die wahrscheinlich 1541 mit einer Brauerei im Neustädter Augustinerkloster begonnen hatte und, wie das Hofbrauhaus Cotta, in weiten Teilen verschwunden ist.

Stefan Schramm

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