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Zum Tag des Baumes offeriert die Stadt den Dresdnern den "Fonds Stadtgrün"

Zum Tag des Baumes offeriert die Stadt den Dresdnern den "Fonds Stadtgrün"

"Herr Thiel liebt Primeln und hasst Bäume!" findet Susanne Lerm, Fraktionsgeschäftsführerin Bündnis90/Grüne. Ihren Vorwurf begründet sie mit in ihren Augen unnötigen Baumfällungen an verschiedenen Standorten und der Praxis der Stadt, von Bürgern gepflanzte Straßenbäume immer rigoros wieder rauszureißen, nur weil sie ohne Genehmigung gepflanzt worden seien.

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Zum 60. Tag des Baumes pflanzten gestern Vertreter von Stadt, Land und Schutzgemeinschaft Deutscher Wald an der Tharandter Straße symbolisch den Baum des Jahres - eine Europäische Lärche.

Aktuelles Beispiel: die Bautzner Straße. Die einstige Kastanienallee hat große Lücken. Dresdner haben seit 2006 in die sich mehrenden leeren Baumscheiben insgesamt 21 neue Bäumchen gesetzt, die aber dort nie ein langes Leben hatten (DNN berichteten).

Detlef Thiel, dem Chef des städtischen Amtes für Stadtgrün, verschlägt der Satz von Susanne Lerm zunächst die Sprache. Doch dann kontert er: "Wir haben kein Problem mit bürgerschaftlichem Engagement. Im Gegenteil! Es ist das Beste, was uns passieren kann. Wir freuen uns über Spenden für den Kauf von Bäumen, vergeben gern Baumpatenschaften. Wer einen Straßenbaum pflanzen will, soll sich an das Amt für Stadtgrün wenden. Wir suchen einen geeigneten Standort." "Deshalb gibt es ja auch den Fonds Stadtgrün. Piraterie ist nicht nötig", ergänzt Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert (FDP).

Der am Dienstag von den Grünen illegal gepflanzte Götterbaum an der "Bautzner" wird nun wohl auch wieder weichen. "Welchen Sinn macht es, jetzt dort Bäume zu pflanzen, wenn wir schon wissen, dass die Straße saniert werden soll? Wenn wir jetzt an der Bautzner Bäume nachpflanzen, und müssen sie dann wieder wegnehmen, hat das nichts mit Nachhaltigkeit zu tun und erzeugt bei den Dresdnern auch wieder Frust", argumentiert Thiel. Er führt des Weiteren die der Stadt obliegende Verkehrssicherungspflicht ins Feld. Zudem sei der Götterbaum kein Alleebaum. "Das erforderliche Kronenprofil lässt sich nur mit großem Schnittaufwand erzielen."

Ja, um das Straßenbaumkonzept umzusetzen, müssten im Jahr 1300 Bäume gepflanzt werden, gibt Hilbert zu. 350 sind 2012 bislang geplant, hieß es kürzlich von der Stadt (DNN berichtete). Da klafft zwischen Wollen und Tun eine große Lücke. "Aber das ist eine Frage der Prioritäten, die mit dem Haushaltplan gesetzt werden wird", so Hilbert. Und den beschließt bekanntlich der Stadtrat.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 26.04.2012

Catrin Steinbach

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