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Zukunftsprojekt für Globalfoundries Dresden?

Zukunftsprojekt für Globalfoundries Dresden?

Der US-Chipfertiger Globalfoundries (Kalifornien) will offenbar in Dresden in eine extrem vielversprechende, aber auch sehr kostenträchtige Technologie einsteigen.

Einzelheiten dazu werden am Montag erwartet. Einen Tag vor dem Besuch der Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will der Auftragsfertiger in seinem Dresdner Werk über eine "wichtige Entscheidung zur Weiterentwicklung des Dresdner Standortes" informieren, hieß es gestern in einer Einladung.

Bei seinem Februar-Besuch in Abu Dhabi hatte Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich ausgeplaudert, dass die Advanced Technology Investment Company (ATIC) - Besitzer des kalifornischen Chipfertigers Globalfoundries - eine Viertelmilliarde Euro in ihrem Werk in Dresden investieren wolle. Wofür, wurde damals nicht verraten. Doch allmählich lichtet sich das Dunkel.

Industriekreise gehen davon aus, dass die Millionen aus Abu Dhabi in die so genannte "Fully Depleted Silicon on Insulator"-Technik (FD-SOI) fließen könnten. Diese neue Technologiestufe soll dem Branchenportal EE-Times zufolge Bausteine hervorbringen, die als besonders energieeffizient und leistungsstark gelten. Das wiederum ist relevant, wenn künftig reale und virtuelle Welt immer weiter zu einem Internet der Dinge zusammenwachsen und den Alltag durch Vollvernetzung und Automatisierung tiefgreifend verändern. Die sogenannte vierte industrielle Revolution - Stichwort "Industrie 4.0" - benötigt eine Steuerung annähernd in Echtzeit. Dafür müssen Netze, Speicher und Elektronik aufgerüstet werden - und das braucht auch andere Prozessoren.

Die FD-SOI-Technik, so ist nachzulesen, hat europäische Wurzeln - sie entstammt dem Grenoble-Cluster. Wenn Globalfoundries sich tatsächlich anschickt, dieses Zukunftsprojekt in Dresden zu kommerzialisieren, wird das tatsächlich eine bedeutende Investition in den Standort. Mit seinen Dresdner Fabriken ist Globalfoundries der drittgrößte Chip-Auftragsfertiger weltweit und damit ein führender Hersteller von Bausteinen für Kommunikation. Er produziert unter anderem Prozessoren für AMD, Infineon und andere Große der Branche.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 09.07.2015

Barbara Stock

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