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Zuchterfolg im Zoo - Acht Schildkröten auf einen Schlag

Zuchterfolg im Zoo - Acht Schildkröten auf einen Schlag

Sie sind handtellergroß und jeweils 50 Gramm schwer gewesen, die neun Borneo-Flussschildkröten, die nacheinander von Mitte August bis Anfang September im Terrarium aus ihren Eiern geschlüpft sind.

Von Katrin Richter

"Eines dieser Tierchen ist uns gestorben, aber die anderen acht haben die ersten kritischen Tage überlebt", berichtet Revierleiter Michael Hoffmann. Dem Zoo ist damit die deutschlandweit erste Nachzucht dieser Schildkrötenart geglückt.

Seit 1992 leben Schildkrötenweibchen Romy und ihr Partner Schorschl im Terrarium. Nach dem Umzug von Leistenkrokodil Max ins Prof. Brandes-Haus wurde dessen Anlage eigens für die Flussschildkröten umgestaltet. 2006 kam ein weiteres Weibchen namens Sissy aus dem Tiergarten Schönbrunn hinzu. Schon zweimal, nämlich 2009 und 2010, hatten die Panzertiere Eier gelegt. "Wir haben sie aber immer unbefruchtet im Wasser vorgefunden", so Hoffmann. Er erklärt sich den späten Zuchterfolg damit, dass die Tiere erst jetzt, also mit etwa 30 Jahren, geschlechtsreif geworden sind. Immerhin können Borneo-Flussschildkröten 80 bis 100 Jahre alt werden und erreichen dementsprechend spät auch das gebährfähige Alter.

Weil der Platz nicht reicht, leben die kleinen Schildkröten jetzt hinter den Kulissen und werden im kommenden Jahr an andere Zoos abgegeben.

Die Zucht ist nicht ganz einfach für die Pfleger: "Wir müssen die Tiere einzeln halten, damit sie sich nicht gegenseitig verletzen", erklärt der Revierleiter. Die Paarung im Januar und Februar sei Minutensache und erfolge unter strenger Aufsicht. Die Eier seien dann sofort geborgen und im Brutschrank ausgebrütet worden. Auch die Jungtiere leben nicht in einem gemeinsamen "Kinderzimmer" und gleich gar nicht mit ihren Eltern zusammen. "Die Kleinen würden sich nur beißen und für ihre Eltern wären sie ein willkommenes zusätzliches Futter", weiß Hoffmann. Dabei sind Borneo-Flussschildkröten eigentlich Pflanzenfresser und bekommen im Zoo Äpfel, Weintrauben, Kiwi und auch mal eine Garnele vorgesetzt.

In freier Wildbahn sind die Tiere vom Aussterben bedroht. "Weil Gewässer trocken gelegt worden sind, wird ihr Lebensraum zerstört und wir wissen auch, dass die Schildkröten auf asiatischen Lebensmittelmärkten angeboten werden", so Hoffmann.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 19.09.2012

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